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KEIN Alkohol in der Schwangerschaft

Ein Gläschen Wein ab und an schadet doch nicht... Falsch! Neue Untersuchungen haben ergeben: Alkohol sollte in der Schwangerschaft absolut tabu sein.


KEIN Alkohol in der Schwangerschaft

Werdende Mütter sollten auf Alkohol verzichten

© Thinkstock/iStock/idal

Noch bis vor kurzem hatte der britische "Verband der Geburtshelfer und Gynäkologen" (RCOG) behauptet, ein paar Gläschen Wein in der Woche wären für werdende Mütter absolut akzeptabel.

Doch nachdem bis zu 6.000 Babys jedes Jahr in England mit durch Alkohol verursachten Schäden auf die Welt kommen, wurden nun die Richtlinien deutlich verschärft: Die einzige Möglichkeit, um die Gesundheit des Babys auf keinen Fall zu gefährden, so das "Nationale Institut für Gesundheit und Pflege" , sei die absolute Abstinenz während der Schwangerschaft. Damit schließt sich England den Empfehlungen der amerikanischen Gesundheitsbehörde an.

Vor allem die Zeit knapp nach der Empfängnis bis zum vollendeten dritten Schwangerschaftsmonat sei besonders riskant für das ungeborene Kind. Alkohol könne über die Plazenta die Hirnzellen und Organe des Fötus beschädigen. Auch das Wachstum des Babys könne behindert werden, zudem bestehe das Risiko einer Früh- oder Fehlgeburt. In dieser Zeit, so die Empfehlung der Mediziner, muss Alkohol in jedweder Form tabu sein.

Auch danach wäre es zum Wohl des Kindes besser, keine alkoholhaltigen Getränke zu konsumieren. Sollte die Schwangere nicht völlig abstinent leben wollen, dann ist ein Glas Wein pro Woche in Augen der Mediziner absolut erlaubt.

Dennoch beruhigt Ann Furedi, Leiterin der britischen Schwangerschaftsberatung, werdende Mütter: "Es ist richtig, dass Alkohol dem Baby schaden kann. Aber viele Frauen erfahren erst etwas später von ihrer Schwangerschaft und haben deshalb in der ersten Zeit nach der Empfängnis sehr wohl noch Alkohol konsumiert. Jetzt sind sie verängstigt, dass sie ihrem Baby geschadet haben könnten. Sie müssen aufgeklärt werden, dass es zwar die Empfehlung gibt, aber Alkohol trotzdem nicht zwangsläufig zu einem Schaden führen muss..."