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Schwangerschaftstest positiv: wie weiter?

Der zweite Strich auf dem Schwangerschaftstest sagt klar: positiv! Du bist schwanger. Damit verbunden: Fragen. Unsicherheit. Was du wissen musst.

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Schwangerschaftstest positiv: wie weiter?

Ob gewollt oder nicht: zunächst ist da Unsicherheit

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Uff. Du hast es geahnt. Vielleicht erhofft. Eventuell Angst davor gehabt. Aber jetzt liegt es Schwarz-auf-Weiß vor dir. Zwei Striche am Schwangerschaftstest sagen dir glasklar: positiv. Du erwartest ein Kind.

Durchatmen. Sammeln. Registrieren. Du befindest dich zumindest kurz in einem Schockzustand. Das ist jetzt Realität. Schwanger. Mama. Wem sage ich es zuerst? Was muss ich tun? Wie wird das alles jetzt? Ein unglaubliches Gefühl – und eines, in dem viel Unsicherheit mitschwingt.

Wir beantworten dir die wichtigsten Fragen zum Schwangerschaftstest und der Zeit danach:

1

Ist ein Schwangerschaftstest zu 100% verlässlich? Die Urin-Schwangerschaftstests sind sehr verlässlich, es spielt auch keine Rolle, ob du ihn in der Apotheke oder im Drogeriemarkt gekauft hast. Wichtig ist, dass du ihn richtig anwendest. Etwa zwei, drei Wochen nach der Befruchtung kannst du ihn machen. Frühtests, die man bereits kurz nach der Befruchtung verwenden kann, sind weniger zuverlässig. Manchmal zeigen sie an, dass du nicht schwanger bist – obwohl sie eigentlich positiv ausfallen sollten.

2

Wie sage ich es dem Vater? Ein gemeinsames Kind betrifft euch beide. Sogar dann, wenn es nur ein One Night Stand war oder ihr nicht mehr in engem Kontakt steht. Am besten sagst du es ihm direkt, so habt ihr die Möglichkeit, alles durchzusprechen. Solltet ihr keine Liebesbeziehung mehr haben, dann ist die Situation natürlich heikler. Versuch', nicht gleich im ersten Gespräch mit Themen wie künftiger finanzieller Unterstützung und Besuchszeiten zu kommen. Auch er muss die Info, dass er Papa wird, erst einmal verkraften. Wenn klar ist, dass ihr euch beide über das Baby freut, dann gibt es wunderbare Möglichkeiten, den künftigen Papi auf die Schwangerschaft hinzuweisen. Babysöckchen, die er zum Frühstück auf seinem Platz vorfindet. Ein kleines Video. Eine Schnullerkette....

3

Wann informieren wir die Verwandten? Eine natürlich völlig individuelle Geschichte. Wann euch danach ist. Da die ersten drei Monate die kritischen sind, in denen es zu Komplikationen oder Fehlgeburten kommen kann, warten die meisten Paare diesen Zeitraum ab, ehe sie die Verwandten und Freunde informieren.

4

Wann genau kommt nun mein Baby? Es ist immer ein wenig irreführend. Denn eine Schwangerschaft dauert nicht exakt neun Monate ab positivem Schwangerschaftstest. Eigentlich sind es eher zehn. Gerechnet wird nämlich ab dem ersten Tag der letzten Regel. Darauf legt man dann noch rund 280 Tage. Bei deiner Frauenärztin wird dann ein ziemlich genaues Datum berechnet.

5

Positiver Schwangerschaftstest - wann sollte ich zum Frauenarzt? Sobald du einen positiven Schwangerschaftstest hast, solltest du dir einen Termin beim Frauenarzt vereinbaren. Er wird die Schwangerschaft bestätigen, den Geburtstermin berechnen und dir erklären, wie das weitere Vorgehen ist.Immerhin kommen jetzt eine Reihe von Bluttests und Untersuchungen auf dich zu...

6

Muss ich jetzt meine Ernährung umstellen? Alkohol ist nun tabu, auch Rauchen solltest du nicht mehr. Frag' bitte deinen Arzt, ob du abrupt aufhören solltest zu rauchen oder ob eine langsame Entwöhnung für dein ungeborenes Kind besser ist. Dein Arzt wird dir auch sagen, ob du nun zusätzlich Folsäure für eine bessere Entwicklung deines Kindes zu dir nehmen solltest. Roher Fisch und rohes Fleisch sollten nun nicht mehr konsumiert werden, auch ein Zuviel an Kaffee ist nicht gut für dein Baby.

7

Wann melde ich meine Schwangerschaft in der Arbeit? In Österreich ist es so, dass du deinen Arbeitgeber informieren musst, sobald du von der Schwangerschaft weißt Denn er muss nun die gesetzlichen Mutterschutzbestimmungen einhalten. Es ist aber KEIN Kündigungsgrund, wenn du die Schwangerschaft nicht meldest. Gleichzeitig mit der Schwangerschaft musst du deinen Arbeitgeber auch über den voraussichtlichen Geburtstermin informieren, denn gewisse Tätigkeiten sind ab einem bestimmten Zeitpunkt der Schwangerschaft nur mehr beschränkt erlaubt oder verboten. Beispiele: Arbeit im Stehen, Akkordarbeiten.

8

Kann ich jetzt von der Arbeit freigestellt werden? Wenn bei Fortdauer der Beschäftigung Gefahr für Leben oder Gesundheit von dir und deinem Baby besteht (etwa, weil du schwer heben musst), kannst du bereits vor der Schutzfrist vom Dienst frei gestellt werden. Dazu müssen Sie eine ärztliche Bestätigung vorlegen.