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Wie gefährlich ist die "schwarze" Kosmetik?

"Schwarze" Kosmetika aus Kohle oder Vulkanstein gilt seit einiger Zeit als neues Wundermittel am Beauty-Sektor. Doch jetzt wurde aufgedeckt: Die Produkte können gefährlich sein!


Wie gefährlich ist die "schwarze" Kosmetik?

Black Mask: Gefährlicher Beauty-Hype?

© Instagram

Bloggerinnen weltweit schwören darauf, alleine auf Instagram gibt es über 50.000 Hashtags zur #BlackMask , einer schwarzen Maske, die das Gesicht angeblich porentief reinigt. Aber auch andere "schwarze" Kosmetik-Produkte wie Zahnpasta, Shampoos, Deos oder Duschbäder, die im letzten Jahr lanciert wurden, verdanken ihren Beauty-Hype zwei kolportierten Wunder-Ingredienzien: Aktivkohle oder Vulkanstein.

Aufgedeckt: Schwarze Kosmetik kann krebserregende Stoffe enthalten!

Doch jetzt verkündet das deutsche Verbrauchermagazin "Öko-Test" in seiner aktuellen Ausgabe eine beunruhigende Nachricht für alle Anhänger des "schwarzen" Kosmetik-Wunders. Von 15 getesteten Produkten mit Aktivkohle oder Vulkanstein enthielt mehr als die Hälfte (!) gefährliche Kohlenwasserstoffe, die krebserregend sind oder zumindest unter Verdacht stehen, das Wachstum von Krebszellen zu begünstigen!

schwarze Zahncreme für weiße Zähne

Diese sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK ) entstehen bei Verbrennungsprozessen – wie z.B. bei der Gewinnung von Kohle – und sind laut der EU-Kosmetikverordnung verboten. Laut "Öko-Test" befinden sich jedoch mehr als hundert Mikrogramm dieser Schadstoffe in den Erzeugnissen. PAK entfetten die Haut, führen zu Hautentzündungen und können die Atemwege reizen.

Sind Produkte mit Aktivkohle wirksamer?

Doch es kommt noch dicker. Denn auch wenn schwarze Kosmetik meist mit "porentiefer" Reinigung oder einem Bleaching-Effekt für die Zähne wirbt: es gibt nach wie vor keinen Beleg für die wundersame Saubermacher-Funktion der Aktivkohle, die sich vor allem aus Holz, Torf, Braunkohle, Schwarzkohle und Fruchtkernen zusammen setzt. Doch auf Nachfrage des Verbrauchermagazins konnte keiner der Hersteller konkrete Messdaten für die Wirksamkeit der Produkte liefern.