Ressort
Du befindest dich hier:

Zu viele Unfälle: Schweden will Sicherheitsstandards für Sextoys

Weil immer mehr Menschen in Schweden mit ungewollten Sextoys im After in die Notaufnahme kommen, sollen neue Sicherheitsstandards eingeführt werden.

von

sex toys
© istockphoto.com/klerik78

Nicht lachen: Manchmal kommen Menschen in die Notaufnahme, weil sie scheinbar unerklärliche Schmerzen im Unterleib haben. Bei der Untersuchung stellt sich dann oft raus, dass da ein Sexspielzeug im Körper steckt, den die Person selbst nicht mehr entfernen kann. Besonders der Anus ist gefährdet Opfer eines Sextoy-Angriffs zu werden, zumindest zeigt das eine schwedische Untersuchung. Dort wurden all jene Fälle der letzten sieben Jahre zusammengerechnet, bei denen Menschen wegen Sexspielzeugen ins Krankenhaus gekommen waren, das sie nicht mehr rausholen konnten. Auf 85 Personen traf dies zu.

Gefährliche Sextoys?

Nun hat die Swedish Standards Industry (SIS) vorgeschlagen, man solle Sicherheitsstandards für Sextoys einführen. Zum Beispiel Rückholschnur oder Stopper, die verhindern, dass das Spielzeug zu weit in den Körper eindringt. Dies wäre ein wichtiger Schritt, denn es gäbe weltweit kaum Studien, die zeigen wie viele Verletzungen durch den Gebrauch von Sextoys entsteht. Der Vorschlag soll an die Internationale Organisation für Normung (ISO) weitergegeben werden, damit er sich auch international durchsetzen kann.

Sextoy-Unfälle werden immer mal wieder punktuell erhoben. Zum Beispiel veröffentlichte der Journalist Christopher Ingraham 2015 eine Untersuchung, die zeigte, dass sich die Sex-Unfälle nach dem Erscheinen von "50 Shades of Grey" gehäuft hatten. Leider konnte er die Häufung nicht direkt mit dem Buch in Verbindung bringen, aber es ist schon lustig, dass der Wert 2012 und 2013 besonders angestiegen ist. Die Trilogie erschien in Amerika zwischen 2011 und 2013.

Thema: Sex & Erotik