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Aus der Obdachlosigkeit zur Olympiade

Diese drei Schwestern sind einfach nur bewundernswert: Denn sie leben zwar im Obdachlosenheim, aber sie haben es dennoch geschafft, sich zur Junior-Olympiade zu qualifizieren.


Sheppard Girls
© gofundme.com/24n5h6w4

Das hier sind Brooke, Rainn und Tai Sheppard. Die drei Schwestern sind 8, 10 und 11 Jahre alt und haben bereits etwas geschafft, was wir nie schaffen würden. Und das noch dazu, obwohl sie einen weitaus schwereren Start hinter sich und auch jetzt kein einfaches Leben haben.

Denn die Mädchen leben gemeinsam mit ihrer alleinerziehenden Mutter Tonia Handy in einem Obdachlosenheim in New York. Die 46-Jährige schlägt sich als Telefonistin durch, aber von ihrem geringen Gehalt konnte sie schließlich die frühere Wohnung nicht mehr bezahlen und wurde Anfang letzten Jahres rausgeworfen. Dazu kommt, dass vor drei Jahren der Halbbruder der Mädchen ermordet wurde, weswegen sich die ohnehin schon prekäre Lage der Familie noch deutlich verschlechterte.

Ihr Babysitter verhalf den dreien dann eine Aktivität zu finden, die nichts kosten würde: Laufen. Schon nach kurzer Zeit wurden sie beim Jeuness Track Club aufgenommen, ein Sportclub, der Kindern und Jugendlichen dabei hilft, mithilfe ihrer Begabung ein Sportstipendium an einer Schule zu erhalten. Alle drei wurden dabei unabhängig aufgenommen - die Gründerin des Clubs wusste nicht einmal, dass die Schwestern verwandt sind.

Und Monate später kam die Möglichkeit, sich zur Junior-Olympiade in Houston zu qualifizieren: Was die Schwestern sogar für unterschiedliche Bewerbe schafften: Die 8-jährige Brooke läuft die 800 Meter-Strecke, 1500 Meter sowie Hochsprung - obwohl sie das aus Mangel an Ausrüstung nicht einmal wirklich üben konnte. Die 10-jährige Rain gehört zu den Favoritinnen auf 3000 Metern und die 11-jährige Tai läuft 800 Meter, 400 Meter sowie 80 Meter-Hürdenlauf.

Die Reisekosten zur Olympiade hätten jedoch fast noch einmal alle Träume zerstört. Da ist zum Glück die Online-Gemeinschaft eingesprungen und über GoFundMe wurde das erwünschte Ziel von 3000 Dollar sogar mehr als verdoppelt.

Aber ihre Mutter kann sie dabei bedauerlicherweise dennoch nicht begleiten und zujubeln. Denn sie hat keine Möglichkeit, sich bei ihrer Arbeit Urlaub zu nehmen. Wenn sie nicht kommt, wird sie nicht bezahlt - und das kann sich die kleine Familie einfach nicht leisten. Zumindest über Livestream kann sie ihren Töchtern diese Woche zusehen und hoffen, dass eine, zwei oder alle drei mit Medaillen nach Hause kommen werden! Wir halten auf jeden Fall für alle drei die Daumen!

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