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Warum bekommt man eigentlich Seitenstechen?

Die Stiche in der Seite können dem Laufspaß ziemlich schnell ein Ende setzen. Aber woher kommt dieses lästige Stechen überhaupt? Und was kann man dagegen tun?

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Warum bekommt man eigentlich Seitenstechen?
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Seitenstechen kann einem die Laune beim Laufen gehörig vermiesen - wie ein Blitz und völlig aus dem Nichts fährt das gemeine Stechen plötzlich ein. Man muss langsamer werden, dann wir das Stechen irgendwann wieder schwächer und du kannst zu deiner normalen Geschwindigkeit zurückkehren. Normalerweise treten diese schmerzenden Schmerzen auf einer Seite des Torsos auf (die rechte Seite ist die häufigste Stelle), und fühlen sich an wie ein Krampf oder ein Ruck an, der weggeht, sobald man sich bückt oder aufhört, sich zu bewegen. Es ist wirklich normal, beim Laufen einen Seitenstich zu spüren, und 70 Prozent der Läufer geben an, sie ab undan zu bekommen. Aber so allgemein sie auch sind, die Experten sind sich nicht ganz sicher, warum sie passieren, obwohl es einige wahrscheinliche Theorien gibt.

Wie entsteht Seitenstechen?

Im Grunde genommen ist ein Seitenstich ein Krampf im Muskel, der die Atmung steuert. Das Zwerchfell ist der kuppelförmige Muskel unterhalb unserer Lunge, der die Atmung steuert. Während des Cardio-Trainings, oder wenn wir abrupt ein intensives Training beginnen, kann sich das Zwerchfell verkrampfen und einen Seitenstich verursachen. Diese seitlichen Stiche sind ein unangenehmer Schmerz, aber sie sind nicht das Ende der Welt, und es gibt tatsächlich ein paar Möglichkeiten, wie sie verhindert werden können. Wir bringen Licht zu ein paar Fragen, die ihr zu dem mysteriösen, allzu bekannten Laufleiden haben könntet:

Wie kommt es typischerweise zum Seitenstechen?

Während die meisten Menschen das Seitenstechen vor allem vom Laufen kennen, können sie bei jeder Aktivität auftreten, bei der sich der Oberkörper dreht; also zum Beispiel beim Schwimmen, Radfahren, Basketball oder Reiten. Außerdem finden viele Leute, dass sie Seitenstiche bekommen, wenn sie vor dem Training essen. Und tatsächlich: Nahrung im Magen lenkt den Blutfluss zum Magen-Darm-Trakt und weg von anderen Muskeln, wodurch ein höheres Risiko für Krämpfe entsteht sagt sie. Wenn wir also trainieren, bevor wir unsere Nahrung richtig verdaut haben, kann es sein, dass wir krampfen.

Bedeutet Seitenstechen, dass man außer Form ist?

Nicht unbedingt! Selbst Profisportler sind vor den Stichen im Oberkörper nicht gefeit. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die regelmäßig Sport treiben, weniger Seitenstiche bekommen, aber die Seitenstiche bleiben genauso intensiv wie jene, die weniger sportliche Menschen bekommen. Andere Studien haben untersucht, ob ein höherer BMI die Wahrscheinlichkeit für Seitenstechen erhöhen kann, aber es stellte sich heraus, dass es keine wirkliche Korrelation gibt. Ganz zu schweigen davon, dass der BMI keine Hinweise auf die körperliche Leistungsfähigkeit gibt. Trainingsneulinge sollten also am besten schrittweise die Intensität ihres Trainings erhöhen.

Wie kann man Seitenstechen verhindern?

Schnelle Linderung verschafft es meistens, wenn man sich bückt oder aufhört, sich zu bewegen. - und das ist quasi auch schon alles, was man tun kann, ist das Seitenstechen erst mal da. Tiefe Atemzüge können aber ebenfalls nicht schaden. In Bezug auf die Prävention haben einige Studien gezeigt, dass die Stärkung des Rumpfes (speziell der quer verlaufenden Bauchmuskeln) zu weniger Seitenstechen führen kann. Menschen, die an Muskelkrämpfen leiden, greifen am besten zu Bananen oder Orangensaft zu trinken. Auch ist es wichtig, genügend zu trinken. Ansonsten solltest du dir genügend Zeit zum Aufwärmen geben, bevor du auf das Laufband springst!

Themen: Fitness, Laufen