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Du postet total gerne Selfies? Du machst dich damit ziemlich sicher unbeliebt!

Ja, ein richtig gutes Selfie kann unser Selbstbewusstsein in Nullkommanichts boosten. Doch wer zu viel davon postet, setzt sich der Meinung anderer aus, die nur selten positiv ausfällt.

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pose versus selfie
© iStock

Jede und jeder von uns hat schon mal ein Selfie gepostet. Ich weiß, das ist vielleicht eine mutige Theorie, aber es passiert schneller als man denkt und schon hat man ein neues Selfie als Profilbild auf Facebook eingestellt - und das zählt auch als Posting! Doch wer seinen Social Media-Account nur mit Selfies zupflastert, erzeugt leider nicht allzu gute Assoziationen für sich selbst. Das meint zumindest eine aktuelle Studie verschiedener US-Universitäten.

Demnach bewerten Versuchspersonen Menschen, die viele Selfies posten, weitaus negativer als Menschen, die Pose-Fotos (also Bilder, die von anderen gemacht werden), raufladen. Selbst bei Feeds, die an sich aus ähnlichen Postings bestehen, trifft das zu: Die Person mit mehr Selfies zieht dabei immer den Kürzeren!

Viele Selfies? Achtung, das Feedback ist nicht nett!

Für die Studie mussten 30 StudentInnen Persönlichkeitstests ausfüllen und ihre letzten 30 Postings zur Verfügung stellen. Diese Bilder wurden dann 119 Personen gezeigt, die wiederum die Person hinter den Fotos beurteilen sollten. Hierfür stand ihnen eine Liste von 13 Attributen zur Verfügung.

Personen, die mehr Pose-Fotos im Repertoire hatten, wurden tendenziell als selbstbewusst, abenteuerliebend, extrovertiert und erfolgreich beurteilt. Jene, die mehr Selfies gepostet hatten, bekamen nicht so ein nettes Feedback. Sie wurden vor allem als egozentrisch bezeichnet. Erfolg und Offenheit gegenüber Neuem sprach die beurteilende Gruppe ihnen ebenfalls ab. Besonders verhasst waren übrigens Spiegel-Selfies und Bilder auf denen besagte UserInnen ihren Körper präsentierten.

Die Außenwahrnehmung ist das wahre Problem...

Der Gag ist, dass die Studie eigentlich einen Zusammenhang zwischen Narzissmus und Selfies herausarbeiten wollte. Dabei wurde die Selbstwahrnehmung der PosterInnen abgefragt. Doch erstaunlicherweise war das Ergebnis so uneindeutig, dass die These verworfen werden musste. Daraufhin änderte sich die Perspektive und das Team fragte sich, ob das mit dem Narzissmus nicht doch eher in der Meinung der UserInnen verankert ist.

Natürlich soll das alles niemanden davon abhalten, weitere Selfies von sich zu posten. Trotzdem ist es nie schlecht zu wissen, was die anderen sich insgeheim denken....

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Thema: Psychologie

Kommentare

Autor

PS: ….ach ja, und nicht zu vergessen....: Vor Demenz ist niemand sicher: Ein z.B. "Ich vorm Eiffelturm"-Selfie ist dann wohl einer der wenigen Erinnerungshilfen für sich selbst, dass man auch wirklich dort war. ;-)

Autor

Ich finde, es gehört unterschieden zwischen einem lustigen Erinnerungs-Selfie und einem regelrechten EgoShooting ;-)
Ein normales, meist witziges Selfie mit Freunden bei einer erinnerungswürdigen Aktion ist doch genial um festzuhalten "wer war mit wem, wo, und wie war es" (Egal, ob man das jetzt postet oder nur als "Tagebucheintrag" an die Pinnwand im eigenen Vorzimmer hängt. :-)

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