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Beautyhelferlein: Serum

Seren sind die kleinen Kraftprotze unter den Gesichtspflegeprodukten. Hier erfährst du, was die Elixiere können und warum sie jeden Cent wert sind.

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Beautyhelferlein: Serum

Serum: Was das Zaubermittelchen alles kann.

© Thinkstock

Welches Serum für welchen Hauttyp?

Sensibel. Seren sind bei empfindlicher Haut Pflicht. Achte nur darauf, dass sie nicht auf alkoholischer Basis sind und eventuell in ihnen vorhandenes Vitamin C eher niedrig formuliert ist.

Trocken. Eine auf Öl basierende Formel und feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe wie etwa Hyaluron sind ideal, wenn die Haut zum Austrocknen neigt.

Ölig & unrein. Seren mit Vitamin C, Frucht- und Glucolsäure sowie Feuchtigkeitsderivaten klären und pflegen Problemhaut. Im Sommer kann dieser Hauttyp das Serum auch als alleinige Pflege verwenden.

Reife Haut. Für den Soforteffekt sind silikonhaltige Texturen gut (erkennbar an der Endung -cone auf der Packung). Sie legen sich wie ein Film auf die Haut und glätten optisch, ansonsten ölhaltige Seren wählen.

Welche Wirkstoffe bringen´s?

Retinol. Der Superstar unter den Anti-Aging-Wirkstoffen. Die Vitamin-A-Säure stimuliert Zellerneuerung und Kollagenproduktion nachweislich – Falten, Pigmentflecken und Akne können sichtbar reduziert werden.

Phytohormone. Pflanzliche Extrakte, die menschlichen Hormonen sehr ähnlich sind und bei einem Mangel hilfreich sein können – sie sind z. B. in Soja enthalten.Gut bei Spannkraft- und Festigkeitsverlust von reifer Haut.

Vitamin C. Stärkt das Gewebe, reduziert Akne, Unreinheiten und Pigmentflecken. Außerdem ist es ein starkes Antioxidans, das zellstörende Freie Radikale hemmt.

Hyaluronsäure. Der Wirkstoff ist quasi in jedem Serum vorhanden, weil es Wasser ideal und langanhaltend binden kann. Plus: Es wirkt aufpolsternd.

Wann verwende ich ein Serum?

Der beste Moment. Die Power-Elixiere sollte man idealerweise morgens und abends immer vor der Creme verwenden. Sie verfügen nämlich über spezielle Transportsysteme, dringen also in tiefere Hautschichten ein als eine Pflege. Seren helfen zudem, die nachfolgenden Wirkstoffe zu verstärken, und können die Kraft der Creme potenzieren. Aber: Serum immer zwei bis drei Minuten einwirken lassen. Und stark zellerneuernde Seren (z. B. mit Retinol) besser abends als Nacht-Regeneration wählen. Übrigens: Wer meint, Serum und Creme wäre zu viel für seine Haut, setzt den feinflüssigen Beautyhelfer morgens ein.

No-Go. Nie zwei unterschiedliche Seren übereinander verwenden – so könnten z. B. exfolierende und aufhellende Wirkstoffe gemischt Irritationen auslösen.

Wie dosiert man Seren richtig?

Sparkurs. Gerade wegen ihrer recht dünnflüssigen Textur meint man, mehr davon zu brauchen – doch zwei Tropfen vom Wirkstoffcocktail sind völlig ausreichend! Deshalb kommt man mit einem Serum auch zwei bis drei Monate aus – was den Kaufpreis dann doch relativiert. Und nachdem die Haut, genauer gesagt die Zellen, einen Erneuerungsrhythmus von durchschnittlich 28 Tagen haben, sollte jede Pflege mindestens so lange getestet werden. So weiß man in etwa, ob sie der Haut zur Höchstform verhelfen könnte.

Thema: Pflege