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SEX: Fällt lautes Lustspiel unter Ruhestörung?

Jede Woche beantwortet WOMAN-Sexpertin Brigitte Moshammer www.psychotherapeutin.cc eine große FRAGE zum Thema LIEBE. Diesmal: FÄLLT LAUTER SEX UNTER RUHESTÖRUNG?


  • Sexpertin Brigitte Moshammer antwortet

    Bild 1 von 1 © Hausler

Steffi, 28, fragt:
Vor etwa einem Jahr haben wir neue Nachbarn bekommen, die sexuell sehr aktiv sind. Genauer gesagt: zu vielen Tages- und Nachtzeiten ziemlich heftig rumvögeln. Leider haben wir auch sehr dünne Wände und deshalb sind mein Mann und ich quasi immer live dabei. Nicht, dass wir Ihnen das nicht vergönnen – aber vor allem die Frau brüllt und stöhnt sich bei jedem Mal die Seele aus dem Leib, dass sich sprichwörtlich die Balken biegen.
Wir haben gehofft, dass dies die anfängliche Verliebtheit eines jungen Paares ist. Doch wie sich herausgestellt hat, sind die beiden schon in die Jahre gekommen und seit Ewigkeiten zusammen!
Wir sind mittlerweile ein wenig ratlos: Sollen wir sie drauf ansprechen? Wenn ja, wie? Fällt das gar unter „Ruhestörung“, wenn’s mitten in der Nacht ist? Verscherzen wollen wir’s uns auch nicht unbedingt mit Ihnen, also würden wir das gerne gemütlich regeln.

Die Sexpertin antwortet:
Liebe Steffi,
der Sex der Nachbarn kann einem schon manchmal den Schlaf rauben und nicht selten auch ein klein wenig auf die Nerven fallen – oder mit Neid erfüllen.
Eine Variante damit umzugehen ist, die Geräuschkulisse als Anregung für eigene Aktivitäten zu nehmen, was aber sicher nur fallweise funktioniert. Wer will schon immer Sex haben müssen, um das Stöhnen der Nachbarn nicht zu übertönen? Wenn ihr aber auf die „Inspiration“ Eurer Nachbarn keinen Wert legt, habt Ihr wohl keine andere Wahl, als mit ihnen zu sprechen. Möglicherweise ist ihnen die Lautstärke bei ihren Aktivitäten gar nicht bewusst.

Natürlich kannst Du die übermäßigen Sexgeräusche Deiner Nebenbewohner als Ruhestörung anzeigen. In dem Fall würden wahrscheinlich die sehr amüsierten Polizisten mit den Lärmmachern sprechen. Eine gewisse Peinlichkeit lässt sich dabei wohl nicht vermeiden und die nachbarschaftliche Beziehung kann auch nachhaltig irritiert werden.

Willst Du lieber selbst mit Euren haltlosen Hausgenossen reden, solltest Du nicht lange „um den heißen Brei“ reden, sondern das Problem möglichst direkt ansprechen, zum Beispiel:
„Es ist beneidenswert und wirklich schön mitzuerleben, dass Sie einander nach vielen gemeinsamen Jahren offensichtlich noch immer attraktiv und anregend finden, aber vielleicht lässt es sich einrichten, fallweise auch stillere Varianten zu praktizieren, damit wir nicht immer zuhören müssen.“

So, oder so ähnlich könntest Du es formulieren – aber bitte mit einem Augenzwinkern, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger.
Und wenn das alles nicht hilft, bleibt immer noch der Gegenangriff mit lauter Musik – oder ebenfalls mit lautem ungestümen Sex, denn dann habt Ihr auch selbst Spaß dabei ;-)

Wenn auch ihr Fragen oder Anregungen zu den Themen Liebe, Sex und Partnerschaft habt, dann schreibt uns (auch gerne anonym) doch bitte an online@woman.at –
Brigitte Moshammer wird Eure Fragen beantworten!

Redaktion: Petra Mühr

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