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Männer: Für guten Sex müsst auch IHR die Kids hüten!

Welchen Einfluss haben Kinder auf das Sexleben der Eltern? Einen ziemlich großen, positiv wie negativ. Nun sagt eine neue Studie: Männer, wenn ihr guten Sex haben wollt, dann müsst ihr auch die Kinder hüten.

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Männer: Für guten Sex müsst auch IHR die Kids hüten!

Gleichberechtigung und guter Sex haben einen Zusammenhang

© íStockphoto

Keine Frage: wir wollen ALLES. Glückliche Kinder. Eine gleichberechtigte Partnerschaft. Und erfüllten Sex. Aber können wir ALLES haben? Schwierig. Kinder haben Einfluss auf die Beziehung, sogar ganz extremen. Denn auch wenn Kinder unser ganzes Glück sind: Leichter wird es durch sie zunächst mal nicht.

Vor allem zu Beginn, wenn die Schnuckels noch klein sind, leidet das Beziehungsleben in den meisten Fällen. Plötzlich hat jeder das Gefühl, mehr als der andere zu leisten, fühlt sich unverstanden und benachteiligt. Gute Voraussetzung für Sex? Eher nicht. Zumal sowieso beide Partner müde sind oder die Kleinen plötzlich ins Ehebett krabbeln.

Geteilte Kindererziehung verbessert den Sex

Soweit unser Bauchgefühl. Doch nun belegt eine aktuelle Studie der Universität Georgia State Aufschluss, wie sich die Kinderbetreuung tatsächlich auf unser Sexleben auswirkt. Die Ergebnisse wurden neulich auf einem Soziologentreffen vorgestellt. Hier die wichtigsten Daten:

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Am schlechtesten ist der Sex, wenn Frauen die Kinder alleine (oder so gut wie alleine) betreuen.

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Umgekehrt gilt zwar: auch Männer sind am unzufriedensten mit ihrem Sexleben, wenn sie sich fast alleine um den Nachwuchs kümmern. Allerdings ist der Effekt hier nicht ganz so groß wie bei den Frauen.

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Am glücklichsten sind beide, wenn sie sich die Erziehung annähernd gleich aufteilen, also Gleichberechtigung bei der Kinderbetreuung gelebt wird. Dann wird auch der Sex als besser empfunden.

Wenn einer müde von der Kinderbetreuung im Bett hängt, wie soll der Sex dann besser werden?

Wissenschaftler Daniel L. Carlson: "Die Vaterschaft ist für Männer sehr wichtig. Sie hat einen Eigenwert, der Mängel in Sachen Sexleben wieder ausgleicht." Bei den Frauen jedoch, so die Soziologen, habe die Mutterschaft zwar auch einen hohen Wert – doch sie kann das am Selbstwert nagende Gefühl, dass sie plötzlich nicht mehr erotisch begehrt werden, nicht komplett ausgleichen. Die Unzufriedenheit steigt.

Die Ergebnisse wiesen übrigens nach, dass es keinen Zusammenhang zwischen Kindererziehung und Häufigkeit des Sex gibt. Unterschiede zeigten sich lediglich bei der empfundenen Qualität.

Forscher Carlson will die Untersuchung nun vertiefen: "Jetzt wollen wir herausfinden, was genau an der geteilten Erziehung es ist, das Paare so gut finden, dass auch ihr Sexleben als besser empfunden wird."

Wir beantworten das ganz profan: "Mr. Carlson, happy wife means happy life."