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Sex: Wie lange soll Sex dauern?

Jede Woche beantwortet WOMAN-Sexpertin Brigitte Moshammer www.psychotherapeutin.cc eine große FRAGE zum Thema LIEBE. Diesmal: WIE LANGE SOLL SEX IM IDEALFALL DAUERN?


  • Sexpertin Brigitte Moshammer antwortet

    Bild 1 von 1 © Hausler

Die Frage:
Eine langjährige Beziehung und sechs Jahre Ehe hat Lukas hinter sich – nun ist er geschieden und wandelt erneut auf Solopfaden. Nach einer Rückzugsphase hat er vor kurzem begonnen, sich wieder regelmäßig zu verabreden. Doch trotz seiner Partnerschaften und etlicher Affären taucht immer wieder eine Frage auf: „Wie lange soll der Geschlechtsverkehr dauern? Einige Frauen beklagten sich, dass es zu kurz, andere wiederum, dass es viel zu lange sei.“ Noch dazu hat er eine Studie entdeckt, die aussagt, dass der durchschnittliche Liebesakt eine halbe Stunde in Anspruch nähme. Wie lange sollte er also idealerweise seinen Mann stehen, damit Frau zufrieden ist?

Die Sexpertin antwortet:
„Sex ist so individuell wie ein Fingerabdruck“, besagt einer der Leitsätze der Sexualtherapie. Während manche „die schnelle Nummer“ bevorzugen, lieben es andere den Sexualakt stundenlang zu zelebrieren. Damit die ganze Sache für Lukas aber noch komplizierter wird, ist das Bedürfnis nach Sex und einer bestimmten Dauer nicht nur von Frau zu Frau sehr unterschiedlich, sondern sogar ein und dieselbe Person kann zu verschiedenen Zeiten Unterschiedliches wollen. Manchmal, wenn es nur um den Hormonausgleich geht oder man schon so sehr erregt ist, dass es kaum mehr auszuhalten ist, kann das Bedürfnis nach schneller Befriedigung sehr groß sein und der eigentliche Sexualakt dauert dann nur wenige Minuten. Ein anderes Mal hingegen, wenn ausreichend Zeit vorhanden ist und die Stimmung passt, kann Sex sich über mehrere Stunden oder sogar den ganzen Tag erstrecken – denn Sex ist ja bekanntlich wesentlich mehr, als nur Penetration. Das Spiel mit der Erregung und der Verführung, eine Berührung, ein Blick, ein Locken ist oftmals schon viele Stunden vor dem Akt luststeigernd und gilt fast schon als Versprechen auf das was folgen wird. Genauso kann es aber auch genussvoll sein, während des Sexualaktes Pausen einzulegen, zu locken, erneut die Erregung zu steigern um dann wieder zum eigentlichen Geschlechtsverkehr zu kommen. Sex ist eben vielfältig. Lukas wird sich also mit jeder neuen Partnerin und bei jedem Sexualakt wieder erneut auf die lustvolle Suche nach dem, was für beide passend ist, machen müssen. Aber das ist wirklich keine Schande, denn selbst für den großen Sigmund Freud blieb die Frage „Was will das Weib?“ ein Leben lang weitestgehend ungeklärt.

Wenn auch ihr Fragen oder Anregungen zu den Themen Liebe, Sex und Partnerschaft habt, dann schreibt uns (auch gerne anonym!) doch bitte an online@woman.at – Brigitte Moshammer wird eure Fragen beantworten!

Redaktion: Petra Mühr

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