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Was macht eine gute Liebhaberin aus?

Bin ich gut im Bett? Eine Frage, die sich Männer und Frauen stellen. Was eine gute Liebhaberin ausmacht (und es ist nicht das geturnte Kamasutra!):

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Was macht eine gute Liebhaberin aus?
© iStockphoto

Jeder Mann und jede Frau will "gut" im Bett sein. Aber was genau heißt das, "gut im Bett"? Sind es Verrenkungen in alle Richtungen, ist es das vorgeturnte Kamasutra, der leistungssportliche Zugang zum Sex? Natürlich nicht.

Wir erklären dir, was dich wirklich zu einer guten Liebhaberin macht.

Was zeichnet eine perfekte Liebhaberin aus?

Ganz simpel: Selbstbewusstsein. Ehrlich. Eine gute Liebhaberin ist vor allem im Reinen mit sich selbst. Sie kennt ihren Körper, sie mag ihren Körper – und sie weiß, was sie von ihrem Liebhaber erwartet. Dieses Selbstbewusstsein ist übrigens keine Frage der Kleidergröße. Wer sich selbst gut findet, der hat eine Ausstrahlung wie Sex am Stiel.

Bloß: Wie kommt man zu so einem Selbstbewusstsein? Denn nach wie vor ist es uns Frauen eigen, ständig an uns zu zweifeln und zu bemängeln. Die Delle hier, der schlaffe Busen da... Es liest sich immer so schön simpel, aber wenn man sich in den Spiegel schaut (vor allem während der PMS, der Phase allergrößten Selbsthasses), dann ist die Sache nicht ganz so leicht.

Man muss sich also zwei Sachen vor Augen halten: 1.) Mann sieht nackte Frau. Das reicht als Trigger. Keinem Typen, der Sex will, fällt eine Falte oder ein Speckröllchen auf. Diesen Zweifel kannst du also ablegen. 2.) Sexuelles Selbstbewusstsein ist auch etwas, das mit der Zeit immer mehr entsteht. Wenn ich weiß, was mir Spaß macht und wo genau die Punkte sind, die man triggern sollte, damit ich am Besten zum Orgasmus komme, dann kann ich das natürlich auch besser meinem Partner zeigen. Und habe damit auch erfüllenderen Sex. Genau das aber zeichnet dann eine gute Liebhaberin aus: Spaß und Freude, die sie selbst beim Sex empfindet.

Wie findet man heraus, was der Partner beim Sex will?

Da bleibt einem wenig anderes übrig als: FRAGEN. Ganz viel fragen. Wir können ja keine Gedanken lesen. Außerdem tickt jeder anders. Manche Frauen finden es zum Beispiel unglaublich geil, wenn sie mit der Zunge geleckt werden. Anderen gibt das gar nix. So ist es auch bei Männern. Manche mögen eine Anus-Massage, andere zucken alleine schon beim Gedanken daran erschrocken zusammen. Die eine Frau lässt sich lieber über die Brustwarzen stimulieren, die andere steht auf Klapse auf den Po. Der eine Mann findet Fesselspiele erotisch, der andere liebt es, wenn man einander beim Vorspiel liebevoll streichelt. Es ist daher super wichtig, dass man miteinander spricht.

Tja, aber wie spricht man offen über Sex?

Naja. Einfach ist es zugegeben nicht immer. Wir sind in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der zwar viel Sex zu sehen und viel darüber zu lesen ist – aber in Partnerschaften kaum offen darüber gesprochen wird. Tipp 1: Beim Mittagessen die sexuellen Ansprüche auf den Tisch legen, das ist nicht unbedingt passen. Besser geeignet sind die paar Minuten direkt nach dem Geschlechtsverkehr. Man ist entspannt, man fühlt sich einander nah und intim verbunden, da ist man automatisch offener und ehrlicher. Mögliche Einstiegsszenarien ins Gespräch: "Weißt du, was ich schon immer mal probieren wollte...?"

Meist hat man ja Angst, Sex-Themen anzusprechen. Man will dem Partner ja nicht das Gefühl geben, man sei furchtbar unzufrieden mit dem Status Quo. Aber auch Sex entwickelt sich weiter – wenn man nur bereit ist, sich gemeinsam darauf einzulassen.

Hat ein Mann andere sexuelle Wünsche als eine Frau?

Nein. Jeder Mensch hat individuelle Bedürfnisse. Die kann man durch Gespräche und Vorfühlen herausfinden. Das Grundbedürfnis des Menschen ist geliebt und akzeptiert zu werden, so wie man ist. Das ist für Männer und Frauen gleich.

Soll ich alle Wünsche im Bett erfüllen, um eine gute Liebhaberin zu sein?

Nein. Und nochmals: NEIN. Du wirst nicht zu einer besseren Liebhaberin, wenn du dich auf Sachen einlässt, die dir widerstreben. Wie eingangs erwähnt: Wirklich gut im Bett ist nur, wer Spaß an der Sache hat. Natürlich kannst du auch Sachen ausprobieren, an die du zuvor nicht gedacht hättest. Aber wenn sie dir nicht gefallen und dich nicht befriedigen: Aus die Maus.

Thema: Sex & Erotik