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FURCHTBAR! Der Sexroboter, den man vergewaltigen soll

Unfassbar! Ein Sex-Toy-Hersteller verkauft einen Liebes-Roboter, der sich bei Berührungen ziert und zur Wehr setzt. Dies soll an eine Vergewaltigung erinnern.

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sexpuppe für vergewaltigung

Frigid Farrah: Schüchternheit als Anreiz

© Photo by True Companion

Schon der Name soll kranke Fantasien anregen: "Frigid Farrah" heißt der Sex-Roboter aus der Modellreihe Roxxy . Als "frigide" wird nämlich eine spezielle Einstellung der silikonen Liebespuppe umschrieben, die weltweit für heftige Debatten sorgt. Aus der Beschreibung des Herstellers "True Companion": "Berührst du Frigid Farrah an ihren intimsten Stellen, dann wird sie zunächst nicht lustvoll auf deine Annäherungsversuche reagieren."

Kurzum: Der Sexroboter ziert sich und setzt sich zur Wehr, während der Mann seine Versuche intensiviert. Das soll an eine Vergewaltigung erinnern - und damit kranke Machtphantasien des Besitzers von "Frigid Farrah" befriedigen.

Der Hersteller weiter: "Unsere Sexroboter erlauben den Käufern, ihre privatesten Sex-Träume und -Sehnsüchte auszuleben. Wir stellen nur her, was auch gesucht ist."

Laura Bates, Mitgründerin des "Everyday Sexism Project", das Sexismus im Alltag anprangert, schreibt in der "New York Times": "Vergewaltigung ist kein sexueller Akt und hat rein gar nichts mit Leidenschaft zu tun. Es ist schlicht Gewalt an Frauen – und damit eine gefährliche Straftat. Wir sollten Vergewaltiger nicht dazu ermutigen, ihre kranke Leidenschaft auszuleben – und sei es nur an Puppen. Geben wir demnächst Mördern mit Blut befüllte Puppen, damit sie diese möglichst realistisch umbringen können?"

Professor Noel Sharkey, Experte für künstliche Intelligenz an der Universität von Sheffield, untersucht seit Jahren die Auswirkungen von "Robotern auf unser Sexleben". Bei einer seiner Untersuchung gaben ein Viertel der Befragten an, durchaus glücklich zu sein, wenn sie statt eines echten Menschen einen Sex-Roboter als Partner zur Verfügung hätten.

Er fürchtet, dass Sexroboter auch Einfluss auf Sexualstraftaten haben könnten: "Natürlich gibt es das Argument, es sei besser, einen Roboter zu vergewaltigen, als reale Personen. Aber wer kann garantieren, dass Triebtäter ihre an einer Puppe probierte Gewalttat nicht später in der Realität ausleben wollen?"

Von Sex-Toy-Hersteller "True Companion" gibt es bislang keine Reaktion auf die Forderungen, "Frigid Farrah" wieder vom Markt zu nehmen.