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Ex veröffentlicht Sex-Tagebuch: Die Suspendierung der Lehrerin wurde aufgehoben

Nachdem ihr Ex ein Sex-Tagebuch unter ihrem Namen veröffentlicht hatte, wurde eine Lehrerin aus Oberpullendorf suspendiert. Nun darf sie wieder arbeiten.

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Lehrerin
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Ein Sex-Tagebuch, das von ihrem Ex-Freund (53) unter ihrem Namen veröffentlicht und sogar auf Amazon erhältlich war, wurde einer Lehrerin aus Oberpullendorf zum Verhängnis. Der Grund: Der Mann, mit dem die Lehrerin vor vier Jahren ein Verhältnis hatte, schrieb das Tagebuch in der Ich-Form, nannte weitere Namen realer Personen und behauptete, die Frau habe im Turnkammerl Geschlechtsverkehr gehabt, obwohl im Nebenraum der Unterricht abgehalten wurde.

Ex machte Drohungen wahr und veröffentlichte Sex-Tagebuch

Der Mann drohte der Lehrerin bereits mehrere Monate. Obwohl die Anklagebehörde feststellte, dass die Lehrerin aus dem Burgenland nichts mit dem Buch zu tun hatte, wurde sie suspendiert. Der Fall wurde von einer Disziplinarkommission und dem Landesschulrat untersucht. Wir haben berichtet.

Suspendierung aufgehoben: Burgenländische Lehrerin darf wieder arbeiten

Wie der ORF berichtet, hat das Bundesverwaltungsgericht die Suspendierung aufgehoben. Das bestätigte der Anwalt der Lehrerin Rudolf Schaller gegenüber dem ORF. "Das Urteil besagt, dass die vorläufige Suspendierung sofort aufzuheben ist. Das heißt, die Frau Magister hat jetzt wieder ein ganz normales Dienstverhältnis. Und die Rechtswirkungen der vorläufigen Suspendierung, die Bezugskürzung um ein Drittel, sind aufgehoben. Man wird das Gehalt ab sofort wieder in voller Höhe zahlen müssen und die fehlenden Beträge nachzahlen.“ Somit dürfte auch der finanzielle Schaden, den die Frau davontrug, ausgeglichen sein. Die Lehrerin wurde Mitte Oktober suspendiert.

Laut dem Anwalt war die Frau in den letzten Monaten psychisch belastet. "Ich glaube auch nicht, dass sie das alles schon mental fassen und begreifen kann. Jeder wäre mit so einer Situation überfordert. Insofern geht es ihr besser, aber sie wird schon Zeit brauchen, um das alles zu verarbeiten", so der Anwalt der Lehrerin. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.