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Sexting: Besserer Sex, aber kaputte Beziehung

Ihr schickt euch kinky Nacktfotos und schmutzige SMS? Das ist gut für euer Sexleben - aber leider auch ziemlich schlecht für eure Beziehung.

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Sexting: Besserer Sex, aber kaputte Beziehung
© Photo by Taylor Grote on Unsplash

Wie bringt man wieder ein wenig mehr Feuer in die Beziehung? Nun: Sex-SMS scheinen ein probates Mittel. Nacktfotos, heiße Flirt-SMS: All das soll und kann virtuell die Vorfreude auf ein heißes Tête-à-Tête am Abend und IRL anheizen.

Wir notieren: Für die Erotik in Beziehung ist Sexting ein echter Bringer. Nur leider nicht für die Liebe. Die kann durch die heißen SMS-Botschaften sogar gefährdet werden.

Das zumindest belegt eine Studie der University of Alberta. Zwar steigt durch Sexting die sexuelle Zufriedenheit, so Adam Galovan, leitender Studienautor vom Department of Human Ecology, "aber andere Anspekre wie Bindungsstärke und Sicherheitsgefühl werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen."

Die Interpretation der Forscher: Sexting-Nutzer fokussieren sich mehr auf den sexuellen Teil ihrer Beziehung fokussieren als Nicht-Sexter, vernachlässigen dafür aber andere wichtige Bereiche einer Partnerschaft.

Wie viel Sexting schadet der Beziehung?

Die Wissenschaftler analysierten dafür das Verhalten von vier verschiedenen "Sextern": Nicht-Sexter, Sexter, die nur Wortmeldungen verschicken, regelmäßige Sexter (3 bis 4 dirty Messages pro Woche) und Hyper-Sexter (schicken mindestens eine Sexting-Nachricht am Tag).

Die regelmäßigen und Hyper-Sexter fühlen sich in ihrer Beziehung eher unsicher. Sie berichten von einem erhöhten Streitpotenzial und niedrigeren Bindungsleveln zu ihrem Partner. Außerdem neigen sie dazu, Pornos anzusehen und sich übermäßig viel in sozialen Medien zur Schau zu stellen.