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Sexuelle Lustlosigkeit: Was dagegen hilft

Fast 30% aller Frauen haben mit sexueller Lustlosigkeit zu kämpfen. Sexualtherapeutin Elia Bragagna (Bild oben) verrät, wie Sie wieder lustvoll lieben lernen.

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Sexuelle Lustlosigkeit: Was dagegen hilft

Über 30 % der Frauen haben ab und an mit Lustlosigkeit zu kämpfen.

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Sexuelle Unlust – ein Problem, das viel mehr Frauen betrifft, als man annehmen würde. Über 30% der Frauen haben ab und an damit zu kämpfen. Doch bei jeder 10. Frau ist der Leidensdruck derart ausgeprägt, dass man bereits von einer sexuellen Störung sprechen kann. Dabei sind oft erfolgreiche, attraktive Frauen betroffen, die mitten im Leben stehen. Elia Bragagna – Ärztin, Psycho- und Sexualtherapeutin – erklärt die Grunde für die sexuelle Lustlosigkeit. Und verrät mit welchen Tipps und Tricks Sie wieder lustvoll leben bzw. lieben können.

Seelische Gründe für sexuelle Unlust

„Meist sind seelische Gründe die Auslöser des Libidoverlustes“, so Elia Bragagna. Die Frau von heute wird mit vielen sozialen Stressoren konfrontiert, die eine enorme psychische Belastung für sie darstellen. Von allen Seiten her werden hohe Anforderungen an sie gestellt. „Ob im Job, in der Beziehung oder in der Rolle als Mutter, überall muss frau ihre Kompetenz und Leistungsfähigkeit beweisen“. Das einem da die Lust auf Sex schon einmal vergehen kann, ist verständlich.

Vor allem in längeren Beziehungen herrscht Sex-Flaute . „Der Partner wird irgendwann als selbstverständlich hingenommen, oft wird er nicht einmal mehr angeschaut, wenn er den Raum betritt,“ so Bragagna.

Physische Gründe für Lustverlust

Die Unlust kann aber auch physisch bedingt sein. „Die Lustlosigkeit ist immer eine Reaktion auf Probleme. Die Unlust der Frau kann oft auf sexuelle Probleme des Mannes zurückgeführt werden.“ Erregungsabbrüche, beispielsweise durch den vorzeitigen Samenerguss des Mannes, sind dabei vielfache Auslöser. Viele Männer verlieren auch ihre Rolle als Lover der Frau, in dem sich sich, vor allem in längeren Beziehungen körperlich gehen lassen, und daher sexuell nicht mehr anziehend für die Frau sind.

Auch andere, klassische Erkrankungen können Ursachen der Lustlosigkeit sein. Dazu zählen hormonelle Störungen, Diabetes, Gefäßerkrankungen und besonders Depressionen. Bereits milde Formen einer depressiven Erkrankung, sowie Angststörungen oder ein Burn-Out können enorme Auswirkungen auf die sexuelle Lust der Frau haben.

Tipps und Tricks für neuen Spaß im Bett

Elia Bragagna hat die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

Oberste Maxime in Sachen Lust und Liebe: Entdecken Sie sich selbst als sexuelles, lustvolles Wesen!

Hören Sie in den eigenen Körper hinein und finden Sie heraus, in welchen Situationen Sie sexuelle Lust verspüren und Ihrem Partner nahe sein wollen. Welche Aktivitäten helfen Ihnen, sich anziehend und lustvoll zu fühlen?

Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Sie Ihrem Partner offen und lustvoll gegenüberstehen können? Diese können von Frau zu Frau individuell sein. Manche Frauen müssen mit dem Partner zusammen lachen, andere müssen mit ihm weggehen, wieder anderen kann es helfen Sport zu betreiben.

Des Weiteren ist es wichtig die eigenen Vorlieben zu kennen und zu wissen auf welche Stimulatoren man persönlich reagiert. Sie stehen auf jüngere Männer? Gut, dann suchen Sie sich einen!

Es erregt Sie die Vorstellung Sex an „verbotenen“ oder ungewöhlichen Orten zu haben? Dann tun Sie es! Umso reicher Ihre „sexuelle“ Landkarte bzw. Ihre Auswahl an sexuellen Möglichkeiten auf die Sie zurückgreifen können, umso aufregender und lustvoller wird Ihr Sexleben sein.

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