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Kurven sexy in Szene setzen

Wie viele Frauen haben schon den Körper eines Supermodels? Die Fotografin Erika Gorman verrät, wie man seine Kurven auf Fotos sexy in Szene setzt.

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Kurven sexy in Szene setzen

Kurvig und wunderschön: Model Audrey Littie

© Erika Gorman/ivoryroseboudoir.com/

Ja, wir sind überkritisch. Wir machen uns systematisch fertig, weil unser Busen zu groß oder zu klein ist, unser Po schwabbelig und hängend ist oder unsere Oberarme fröhlich mitwackeln, wenn wir winken. Nein, wir haben nicht den Körper eines Supermodels, werden wir niemals haben. Ihn in verführerischen Dessous präsentieren? Nicht einmal denken.

Doch dann entdeckten wir den wunderbaren Foto-Blog Ivoryroseboudoir.com der kalifornischen Fotografin Erika Gorman. Erika lichtet fast ausschließlich kurvige Frauen ab. Deren Körper sind nicht perfekt (zumindest nach allgemeingültigen Kriterien) – aber deshalb nicht weniger erotisch und sexy. Sogar ganz im Gegenteil.

Wir wollten von Erika Gorman wissen, wie frau ihre Kurven am sinnlichsten in Szene setzt.

WOMAN: Du nennst deine Bilderserien "Boudoir Fotografie". Wie bist du auf die Idee gekommen, Frauen in Schlafzimmer-Atmosphäre zu inszenieren?
Erika Gorman: Während meiner Schwangerschaft und nach der Geburt hat sich mein eigener Körper sehr verändert. Erst ich mich von einer befreundeten Fotografin in Dessous fotografieren ließ, konnte ich mich selbst wieder als sexuell attraktive Frau empfinden. Dieses Erlebnis war ausschlaggebend. Fortan wollte ich mit meinen Bildern anderen Frauen helfen, ihr Körperbewusstsein wieder zu schärfen.

WOMAN: Du sagst, es sei deine Mission, das Selbstbild von Frauen mit deinen Fotos zu verbessern. Wie schaffst du so eine vertrauensvolle Atmosphäre am Set?
Erika: Schon als kleine Mädchen wollen wir eigentlich immer nur wie jemand anderer aussehen. Wir eifern Models aus Zeitungen nach, hungern, liften oder färben – alles, um irgendwelchen Idealbildern nachzueifern. Ich selbst habe jahrelang unter meinen kleinen Brüsten gelitten, mich nicht weiblich gefühlt. Dann wurde auch noch mein Haar sehr schnell Grau... Es war ein Lernprozess, meine Makel anzunehmen und mich selbst schön zu finden. Ich habe mich sehr lange mit den unterschiedlichen Schönheitsidealen der vergangenen Jahrhunderte beschäftigt. Dünn, dick – alles wurde schon einmal verehrt. Wer sich die Bilder und Skulpturen aber genauer ansieht, entdeckt, dass es im Kern nie um die Figur oder das Gewicht ging. Sondern um Attitüde und Selbstbewusstsein. Das macht sexy. Wenn ich das meinen Modellen vermittle, schwindet auch die Unsicherheit.

WOMAN: Verstanden: Wir sollen unsere Unsicherheiten ablegen und uns schön fühlen. Aber gibt es dabei auch ein paar Tricks?
Erika: Aber natürlich! Man kann es sogar üben. Zunächst musst du die Teile deines Körpers definieren, die du wirklich schön findest. Sind es deine fülligen Brüste? Dann berühr' sie vor dem Spiegel, press' sie zusammen, lehn' dich nach vorne. Ist es die weiche Haut deines Bauches? Heb' dein Shirt an und fahre mit den Fingern langsam über die Stelle ... Wenn du dir selbst erlaubst, dich schön zu finden, wird sich auch deine ganze Ausstrahlung verändern. Und du wirst schnell ein Gefühl dafür bekommen, wann deine "Assets" am besten wirken und wie du sie gekonnt in Szene setzt!

WOMAN: Gibt es bestimmte Posen, die auf Fotos einfach immer gut kommen?
Erika: Ein Tipp: Stell' dir deinen Körper wie eine S-Kurve vor. Egal ob du liegst, sitzt oder stehst: Drück' deinen Rücken durch, Schultern zurück, Brust raus. Nun streck' deine Gliedmaßen, knick' deine Hüfte leicht. Das Wichtigste aber ist der Ausdruck in deinen Augen: Stell' dir vor, du lockst alleine mit deinem Blick deinen Liebsten in dein Bett... Herausfordernd, glühend, verführerisch.

WOMAN: Und was ist das beste Outfit, um die Kurven bei einem sexy Shooting zu betonen?
Erika: Kurven sehen am Besten in strukturierten Miedern oder Korsetten aus. Alles was den Busen hebt und betont ist fantastisch. Ich finde auch hohe Taillenhosen grandios, weil sie die Taille betonen, den Bauch ein wenig schmälern und den Po sehr erotisch in Szene setzen. Wer es gerne ein wenig bedeckter hat, der sollte einen transparenten Morgenmantel oder ein Negligè wählen, das in der Taille geschnürt ist. Eigentlich alles, was eine Sanduhr-Silhouette macht...

Mehr wundervolle Fotos seht ihr auf der Website Ivoryroseboudoir.com.