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Shades of Grey: Verhängnisvolle Unfälle

Dilemma für Londons Feuerwehr: Im Fahrwasser des "Shades of Grey"-Films wird sie immer öfter zu Sex-Unfällen gerufen. Jetzt veröffentlichte sie Details.

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Shades of Grey: Verhängnisvolle Unfälle

Dakota Johnson und Jamie Dornan: Verantwortlich für Noteinsätze? ;-)

© Getty Images/John MacDougall

London im Ausnahmezustand. Während die britische Baumarkt-Kette "B&Q" ihre 20.000 Mitarbeiter vor der Premiere der "50 Shades of Grey"-Verfilmung mit einem Memo auf die zu erwartenden Anfragen von SM-Heimwerkern vorbereitet (samt Gebrauchsanweisung für Kabelbinder als Bondage-Tool), windet sich der Hauptmann der Londoner Feuerwehr nächtens im Angstschweiß.

Denn seit dem Erscheinen des Erotik-Bestsellers von E. L. James muss sein Trupp immer öfter ausrücken, um in Not geratene Nachahmer der Sexspiele zu retten. (Kein Schmäh – hier die offizielle Mitteilung. )

Angesichts der Kino-Version warnt die "London Fire Brigade" mit einer Kampagne alle Sado-Maso-Neulinge – und listet detailiert alle pikanten Einsätze der letzten Jahre auf.

So mussten Mitarbeiter 2013 beispielsweise in 472 Fällen ausrücken, bei denen "Objekte von Menschen entfernt" oder "Menschen von Objekten entfernt" werden mussten. Außerdem half die Feuerwehr sieben Männern, die ihre Penisse in Ringe gezwängt hatten – und ihn nicht wieder befreien konnten. Ein Ring ihn zu knechten genügt manchen offenkundig auch nicht: Im vergangenen November musste ein Mann von ZWEI Ringen befreit werden, die er drei Tage nicht losgeworden war.

Dafür, so Dan Brown von der Londoner Feuerwehr, habe man bei Einsätzen mit Handschellen zuletzt einen leichten Rückgang erlebt. Doch jetzt, nach dem Filmstart, warnt der Pressesprecher: "Der 'Fifty-Shades'-Effekt scheint die Handschellen-Einsätze in die Höhe zu treiben. Also hoffen wir sehr, dass Kinobesucher ihren gesunden Menschenverstand benutzen und dafür Sorge tragen, dass sie am Ende nicht mit roten Gesichtern dastehen müssen."

Die Sex-Einsätze der Petrijünger seien mittlerweile sogar ein echter Kostenfaktor: Den Steuerzahler koste jeder derartige Einsatz mindestens 295 Pfund, heißt es von der Feuerwehr - das sind umgerechnet etwa 400 Euro. In den letzten drei Jahren sind damit Kosten von rund 388.000 Pfund entstanden.

Weshalb die Londoner Feuerwehr in ihrer Aussendung auch die drei wichtigsten Tipps zur Vermeidung von Sex-Unfällen zusammenfasst:

1

Wenn es nicht sicher aussieht, ist es das vermutlich auch nicht. Also lass es besser.

2

Wenn du Handschellen beim Liebesspiel benutzt, dann hab immer die Schlüssel griffbereit.

3

Finger und elektrische Geräte passen nicht zusammen - besonders nicht die mit Klingen.