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Neue Sicherheitskampagne für Frauen auf dem Donauinselfest

Immer wieder werden Mädchen und Frauen am Donauinselfest belästigt. Dieses Jahr sollen erstmals eigens geschulte Mitarbeiter zum Einsatz kommen.

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fest
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Nachdem das Donauinselfest immer wieder von sexuellen Übergriffen überschattet wurde, reagieren nun die Organisatoren mit einer Awareness-Kampagne und speziell geschulten Mitarbeitern, die eigens für die Großveranstaltung organisiert wurden. Immer wieder beklagten sich Frauen über sexuelle Belästigung am Gelände des Donauinselfestes, das jährlich von rund 3 Millionen Menschen besucht wird. Letztes Jahr kam es sogar zu einer versuchten Vergewaltigung. Im Jahr davor wurden zwei 15-jährige Mädchen massiv von zwei Männern belästigt, die einem der beiden Mädchen K.o.-Tropfen verabreicht haben – es kam zur Festnahme. Rund 650 Securitys und Mitarbeiter werden deshalb in diesem Jahr mehr für das Thema sensibilisiert. "Frauen und Mädchen sollen ohne Sorgen und Belästigungen feiern können", fordert die Frauenstadträtin Kathrin Gaal (SPÖ). Das geschulte Personal solle deshalb im Falle einer Belästigung ansprechbar sofort zur Stelle sein.

Button mit "Hilfe bei Belästigung"

Die Sicherheitskräfte sind von der MA 57 (Frauenservice) geschult und werden durch einen hellblauen Button, der mit einem Anker und der Aufschrift "Hilfe bei Belästigung" versehen ist, erkennbar sein. Aber nicht nur Securitys sollen extra geschult werden, sondern alle Gastro-Mitarbeiter sollen laut Thomas Waldner, dem Projektleiter des Donauinselfestes, sensibilisiert werden. Laut Waldner sollen zudem Teams mit Nachtsichtgeräten die Büsche durchstreifen. Aber auch die Wiener Polizei wappnet sich für das Donauinselfest, das vom 22. bis 24 Juni über die Bühne geht: So versicherte der Vize-Polizeipräsident Michael Lepuschitz: "Der Sicherheit aller Frauen ist höchste Priorität einzuräumen." Aus diesem Grund werden 700 Polizisten im Einsatz sein. Das Donauinselfest ist übrigens das erste Großevent, bei dem der "Rettungsanker" für Frauen und Mädchen zum Einsatz kommt. Die Aktion solle ein Signal an alle Mädchen und Frauen sein, sich zu melden und nicht zu schweigen, so die Landesparteisekretärin der SPÖ Barbara Novak.