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"Sigi Maurer"-Fonds: Mehrheit der Spender sind Männer

Vor allem Männer haben für die Initiative gegen Hass im Netz gespendet. Und es geht weiter: Nachdem das Spendenziel binnen 38 Stunden erreicht war, kann ab sofort wieder gespendet werden!

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"Sigi Maurer"-Fonds: Mehrheit der Spender sind Männer
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Nach dem überwältigenden Erfolg der Initiative von Sigi Maurer und ZARA gegen Hass im Netz, geht es nun weiter: Auf respekt.net kann wieder gespendet werden! Binnen 38 Stunden war das ursprünglich ausgegebene Crowdfunding-Ziel von 100.000 Euro erreicht. Also entschied man sich nach kurzer Beratung dazu, das Projekt weiterlaufen zu lassen, denn auch wenn die Prozesskosten für Sigi Maurer gedeckt sind und auch weiter Klagen finanziert werden können: "Der Bedarf an Beratung und rechtlicher Hilfe ist weit größer! Mit der zweiten Phase des Projekts „Rechtshilfefonds gegen Hass im Netz“ sollen das kostenlose rechtliche Beratungsangebot von ZARA abgesichert und ausgebaut, sowie weitere Klagen von Betroffenen finanziert werden", schreibt das Projekt-Team auf respekt.net.


Interessantes Detail: Bisher waren die Spender zu fast zwei Drittel männlich. Das hat eine Auswertung von respekt.net ergeben. Gegenüber der APA sagt Sigi Maurer dazu: "Das ist kein Frauen-, sondern ein gesamtgesellschaftliches Thema." Insgesamt 2.379 Personen unterstützten den "Rechtshilfefonds gegen Hass im Netz". Von diesen sind 1.505 Männer (63,26 Prozent) und 874 Frauen (36,74 Prozent). Die Spender und Spenderinnen beteiligten sich fast ausschließlich mit kleineren Beträgen, durchschnittlich waren es pro Person 48 Euro. "Die Spendenplattform respekt.net hat zudem via Email das Feedback von Männern bekommen, dass sie explizit mit Klarnamen und Foto gespendet haben, um damit ein Zeichen zu setzen", sagte Maurer.

Der Prozess um Sigi Maurer hat in den vergangenen Wochen eine intensive Debatte über Hass im Netz entfacht. Auch die politischen VerantwortungsträgerInnen kommen nicht mehr umhin, das Urteil bzw. die Rechtslage in Österreich zu kommentieren. So haben sich inzwischen auch Umweltministerin Elisabeth Köstinger und Frauenministerin Bogner-Strauß (beide ÖVP) in der Angelegenheit zu Wort gemeldet und sich dafür ausgesprochen, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein Vorgehen gegen Hass im Netz ermöglichen. Der Fall hatte auch über die österreichischen Grenzen hinaus Aufmerksamkeit erregt, so berichteten auch zahlreiche deutsche Medien über den Prozess gegen Maurer.

Thema: Hass im Netz