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Simon Schwarz im Talk über Sinnkrisen
und der Hoffnung auf ein gutes Ende

Um Liebe lohnt es sich zu kämpfen, ist sich Schauspieler Simon Schwarz sicher. Im WOMAN-Interview erzählt er offen von Sinnkrisen und der steten Hoffnung auf ein gutes Ende ...


Simon Schwarz im Talk über Sinnkrisen
und der Hoffnung auf ein gutes Ende
© Karl Schöndorfer

Woman: Wenn Sie in Wien landen: Was gibt Ihnen das Gefühl, „wieder zuhause zu sein“?

Schwarz: Ich bin gerade mit dem City Airport Train vom Flughafen in die Stadt gefahren. Da ist dann der Wienfluss – mit diesem modrigen Geruch nach abgestandenem, schmutzigem Wasser: Das hat mich sofort an meine Kindheit erinnert. Diesen Gestank würde ich auch in keiner anderen Stadt akzeptieren. Als ich am Zentralfriedhof vorbeikam, habe ich mir gedacht: „Wo willst du mal begraben sein – hier in Wien oder in Berlin?‘“ Ich glaube, es wird Österreich werden. Oder zumindest österreichische Erde, um es ganz patriotisch zu sagen. (Lacht) Auch wenn ich seit 24 Jahren im Ausland lebe: Wien ist die Heimat für mich.

Woman: Trotzdem übernachten Sie im Hotelzimmer, wenn Sie hier sind …

Schwarz: Meine Eltern haben eine Wohnung in Wien, leben aber am Land. Auch mein Bruder hat hier ein Appartement, ist aber in Deutschland. Wenn ich in die Stadt komme, nutze ich keines von beiden. Denn wenn ich nachhause komme, muss ich mich immer gleich einrichten. Richtig zwanghaft alles an seinen Platz stellen. Da ist es im Hotel entspannter.

Woman: Im Kinofilm „Am Ende des Tages“ spielen Sie einen aufstrebenden Politiker, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Welche Jugendsünden haben Sie unter den Teppich gekehrt?

Schwarz: Ich habe bereits alle Leichen entsorgt! (Lacht) Meine Jugend war recht unspektakulär. Ich war ein Problemkind und hatte mit mir selbst so viel zu tun, dass ich keine Zeit für Unfug hatte. In der Schule war ich wahnsinnig schlecht, weil es mich einfach nicht interessiert hat. Lieber habe ich mich im Prater oder am Donaukanal herumgetrieben. Dort war es früher richtig verrucht: überall Bordelle und Frauenstrich. Und wir haben uns hinter den Büschen versteckt und gekiebitzt, wer mit dem Auto anhält.

LESEN Sie das ganze Interview in WOMAN 20/2011!

Interview: Melanie Zingl