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Zum Single geboren? Gibt's das wirklich?

"Du bist der geborene Single" - die Singles unter uns wissen, wie verhasst dieser Satz ist. Doch laut einer Studie soll es wirklich so sein. Denn angeblich gibt es Menschen, die zum Single-Dasein quasi geboren sind.

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Irgendwie scheint das mit den verliebten Leuten nicht bei jedem zu klappen. Ich spreche da aus Erfahrung. Und während die einen auf Wolke 7 schweben und von einer Beziehung in die nächste stolpern, so ganz ohne Probleme und ohne irgendwelche Hindernisse, Kopfzerbrechen und Spielchen, gibt es die anderen, die dafür länger - besser gesagt sogar sehr sehr viel länger brauchen. Dabei sollte doch jeder Topf seinen Deckel finden. Denkste! Eine Studie liefert jetzt den Beweis. Manche Menschen sind nun mal der geborene Single und ohne Partner glücklicher. Die Studie wurde von Psychologie-Professorin Yuthika Girme geleitet, an der University of Auckland durchgeführt bzw. ausgewertet und in der Fachzeitschrift "Social Psychological and Personality Science" publiziert.

Die Studie

4000 Testpersonen zwischen 18 und 92 Jahren hab an dieser Studie teilgenommen, 20 Prozent davon waren zum Zeitpunkt der Befragung Single. Durch die Fragen wie beispielsweise was für sie in einer Beziehung das Ziel ist und was eigentlich privates Glück bedeutet bzw. was man dazu braucht, um genau dieses zu erleben, konnten 3 wesentliche Gruppen definiert werden:
1. Die Konfliktscheuen mit dem Ziel in einer Beziehung bestmöglich Konflikten, Streits und Diskussionen zu vermeiden
2. Die Leistungsorientierten, die nach einer möglichst guten Beziehung streben und für die Streitigkeiten nicht nur "negativ" gesehen werden.
3. Die "Anti-Single-Typen", die besonders großen Wert auf eine starke Nähe zum Partner legten.

»Keine der drei Kategorien ist besser oder schlechter. Es sind lediglich unterschiedliche Denkweisen.«

Laut Girme sind Menschen, die zu Kategorie 1 zählen, besonders gerne Single und oftmals auch sehr lange bzw. häufig, da sie so nicht mit Beziehungsproblemen konfrontiert werden. Personen der Kategorie 2 hingegen fühlen sich in einer Beziehung deutlich wohler. Und jene aus Kategorie 3 könnten sich ein Leben als Single ganz und gar nicht vorstellen, da sie auf ihre "bessere Hälfte" angewiesen seien und einem derartigen Leben nichts Positives abgewinnen können.

Girme meint außerdem, dass die meisten Menschen ein natürliches Verhältnis zu und somit auch den Wunsch nach Beziehungen haben. Dennoch muss es sich hierbei nicht notwendigerweise um eine Liebesbeziehung handeln: "Single suchen oftmals andere Bindungen, wie Freundschaften und das Verhältnis zur Familie und stärken diese besonders intensiv. Und wer seine Karriere, Bedürfnisse und Interessen erreichen will und dies als wichtigstes Ziel hat, wird sich als Single sehr wohl fühlen."
Das Fazit der Forscherin: "Auch Singles können ein glückliches Leben führen."
Unser Fazit: Manche Studien kann man sich zu Herzen nehmen, muss man aber nicht. Denn dass Singles ein glückliches Leben führen können, wissen wir auch ohne Studie sehr gut.
Was meinst du dazu? Und bist du vielleicht auch "der geborene Single"?

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