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"Dünne Hühner" in ihrer natürlichen Umgebung beobachten

"Skinny Bird Watching": Es sollte doch nur ein lustiger Marketing-Gag des Plus-Size-Labels "Taking Shape" sein - der aber gehörig nach hinten los ging. Zu recht.

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Skinny Bird Watching
© Screenshot/ Taking Shape

Auf der London Fashion Week kann es gut sein, dass man sich beobachtet gefühlt hat. Von Damen, die mit Fernglas, Tropenhelm und Outdoor-Jacke ausgestattet waren und sich auf die Suche nach "Skinny Birds" - sehr salopp übersetzt mit "dünne Hühner" - machten, von denen sie sich als Vogelbeobachtende besonders viele in dieser Zeit und an diesem Ort versprachen.

Skinny Bird Watching

Seltene Vögelchen seien es, die schlanken Frauen, die mit Größe 36 oder weniger heran flatterten und man dürfe die scheuen Exemplare auf keinen Fall verschrecken. Verschreckt hat das Plus-Size-Modelabel "Taking Shape" mit dieser Guerilla-Kampagne aber in der Tat, denn statt wie gewünscht für mehr Kleidergrößen und mehr Vielfalt auf der Modewoche zu werben, macht man doch dünne Frauen lächerlich. Und Skinny-Shaming ist eben genauso wenig angebracht wie Fat-Shaming.

Niemand sollte aufgrund seines Gewichtes verspottet werden. Denn man bemängelt auch beim "Skinny Shaming" nur das Äußere eines Menschen und vermittelt bisweilen sogar das Gefühl, man kann es nie richtig machen, egal welche Körpermaße man nun inne hat.
Dabei tut es schlanken Menschen genauso weh, wenn sie für ihr Aussehen kritisiert werden. "Schlacksig", "nur Haut und Knochen", "dürr" - all das gefällt genauso wenig wie "fett", "Dickerchen" oder "blad".

Skinny Bird Watching

Das machen auch die Erklärungen im folgenden Video dazu nicht besser:

Deementsprechend machten beispielsweise auf Twitter zahlreiche Userinen unter dem Hashtag #skinnybirdwatching ihrem Ärger Luft:

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