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Wer trug es besser? Schaufensterpuppe vs. Redakteurin

Hast du dich schon mal gefragt, wie dir das Outfit einer Schaufensterpuppe steht? Und wie schnell du es im Laden findest? Wir haben das mal überprüft!

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Wer trug es besser? Schaufensterpuppe vs. Redakteurin
© Bilder der Autorin

Ich war schon wieder in den Einkaufsstraßen unterwegs. Berichtet habe ich euch schon einmal darüber, wie unterschiedlich dieselbe Kleidergröße in verschiedenen Shops sein kann. Und dann habe ich einen Life-Hack getestet, der einen Hosenkauf ohne Anprobe garantieren soll. Nun bin ich an einer neuen Sache dran: Schaufensterpuppen!

Sie sind die Visitenkarte eines jeden Shops, präsentieren die neuen Kollektionen und sollen die Kundschaft in den Laden locken. Und natürlich sollen sie einen auf die Idee bringen, sich ein ganzes Outfit vom selben Shop zu kaufen, weil ja alles perfekt zusammenpasst. Ich habe mich also mit diesen zwei Fragen in vier zufällig ausgesuchte Shops gestürzt: Wie sehen die Outfits der Schaufensterpuppen an einem normalen Girl mit keinen Modelmaßen aus? Und wie einfach ist es überhaupt, diese Outfits in den Shops zu finden?

Vero Moda Look: Wer braucht eine Winterjacke, wenn man einen Hoodie unter einer Jeansjacke tragen kann?

Vero Moda Mich hat dieses Outfit gleich angesprochen, weil es eine Challenge ist, so viele verschiedene Teile in einem Shop zusammen zu suchen. Und weil es ziemlich cool aussieht! In diesem bestimmten Vero Moda sind zwar die Damenpuppen auch im Erdgeschoss, wobei der Shop selbst im Obergeschoss ist. Dass heißt, man wird sich das Outfit ohne Fotobeweis nicht so einfach merken können.

Doch wenn man sich nach dem Foto richtet, findet man das Outfit ziemlich schnell! Ich habe sicher nur 5 Minuten gebraucht um alle (!) Teile inklusive Schuhe und Gürtel zusammen zu sammeln. Und wie steht mir der Hipster-Look? Ziemlich gut, wobei er schon ziemlich unpraktisch ist. Die Oberteil-Kombi ist mindestens so heiß wie eine Winterjacke und die Hose ziemlich frühlingshaft.

Doch alles in allem ist das ein tragbarer Look, den ich ohne Gürtel und mit anderen Farbkombis schon so gesehen habe! Übereinstimmung: 8 von 10 Schaufensterpunkten.

Zara Look: 2005, ich am Schulhof.

Oh, Zara. Wir lieben dich ja alle, aber einfach machst du es uns nicht. Hier hat meine eigentliche Odyssee begonnen. Zuerst wollte ich einen Look aus dem äußeren Schaufenster nachahmen. Da ich aber kein einziges Teil gefunden hatte, stieß ich weiter nach drinnen vor. Zum Glück stehen dort auch ein paar Puppen rum.

Die rosa Shirt-Lady fiel mir sofort auf, weil hinter ihr das passende Leiberl hing. Sofort ging ich davon aus, dass auch die Jeans passen würde. Doch falsch gedacht! Denn im Zara ist das Konzept ganz anders. Nicht alle Teile, die auf einer Puppe zu sehen sind, kommen aus derselben Kollektion oder Abteilung. Den Zara-Angestellten gebührt an dieser Stelle Respekt, denn sie konnten auf Nachfrage jedes Teil genauestens verorten.

Insgesamt habe ich sicher 20 Minuten gebraucht um alles zu finden - wobei ich das Tuch leider auslassen musste, weil ich mir mit meinen Fragen schon blöd vorgekommen bin. Was bei Zara dann noch dazukommt, dass die spanische Marke von Haus aus ziemlich klein schneidert. Da habe ich mich wie eine Schlange, die ihre abgeworfene Haut noch einmal anziehen will, in die 40er Stretch-Hose gequetscht.

Und wie sehe ich aus? Erstens kein bisschen wie die Figur. Und zweitens ist der Anblick irgendwie nostalgisch, denn ich bin mir fast sicher, dass ich ein ähnliches Outfit 2005 in der Schule getragen habe. Aber damals hat das schon besser gepasst. Übereinstimmung: 3 von 10 Schaufensterpunkte.

Monki Look: So würde ich mich anziehen, wenn ich eine Zeitreise in die 1980er plane.

Monki Gibt es zurzeit nur in Wien, aber man ist dem schwedischen Shop sicher schon mal im Urlaub begegnet. Hier weiß ich aus Erfahrung das die Größen meistens ein bisschen locker ausfallen, also konnte ich mir nach der Zara-Presswurst wenigstens sicher sein, dass ich in alles reinpasse.

Das Outfit habe ich ausgesucht, weil ich mir immer wünsche, in einem solchen Outfit gut auszusehen. Ist meistens nicht der Fall. Versuchen kann man es trotzdem. Die Teile waren innerhalb von 2 Minuten gefunden, denn die neue Kollektion hängt schon beisammen gleich im Eingangsbereich des Geschäfts.

Passform wie erwartet gut. Die Teile an sich schauen schon klasse aus, doch die Farbe macht das ganze Outfit ein bisschen zu krass. Übereinstimmung: 7 von 10 Schaufensterpunkten.

H&M Look: Kurz und gut!

Bei H&M wollte ich aus meiner Comfort Zone raus! Ich war in einer sehr großen Filiale, wo die ersten relevanten Schaufensterpuppen direkt im Shop stehen. Und dahinter ist natürlich die ganze Kollektion, weshalb ich beim H&M ebenfalls um die 2 bis 3 Minuten gebraucht habe. Die argen Sandalen fand ich nicht eins zu eins, aber zumindest gab es einen guten Ersatz.

Das Outfit würde ich wahrscheinlich nicht anziehen, weil ich eine feige Sau bin und etwas gegen meine Oberschenkel hab. Aber an sich schmeichelt es einer menschlichen Figur genauso, wie einer Puppe. Übereinstimmung: 9 von 10 Schaufensterpunkten.

Fazit

Was haben wir aus diesem Test gelernt? Dass die Outfits auf den Schaufensterpuppen an sich gut funktionieren, aber nicht immer ganz so straßentauglich sind. Was mich aber schon erstaunt hat, dass drei der vier Outfits an meinem Körper ganz gut ausgesehen haben, obwohl ich nicht die Puppengröße 32, sondern Größe 40 trage! Damit bilden die Mannequins eine Shoppinghilfe für die breite Masse!

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