Ressort
Du befindest dich hier:

5 Tipps, wie dein Kind schneller sprechen lernt

"Warum spricht mein Kind so wenig?" Mit dieser Frage seid ihr sicher nicht allein. Wir verraten euch 5 Tipps, wie ihr die Sprachentwicklung eures Kindes fördern könnt.

von

5 Tipps, wie dein Kind schneller sprechen lernt
© Photo by Sander Weeteling on Unsplash

Mit 2 Jahren sollte das Kind Zwei-Wort-Sätze sprechen können. Dieser Satz versetzt viele Eltern ein bisschen in Panik. Es ist nämlich oft so, dass manche Zweijährige gerade mal ein paar einzelne Wörter unverständlich nachsprechen können, die man ihnen gefühlt 100 Mal vorsagen muss. Aber keine Bange, ihr tragt ohnehin die ganze Zeit zur Sprachentwicklung eures Kindes bei. Und zwar indem ihr mit eurem Kind sprecht, Bilderbücher vorlest, Dinge benennt und ja – auch mit anderen Menschen sprecht, denn Kinder lernen schließlich durch Nachahmung. Allerdings gibt es ein paar Tipps, wie man die Sprachentwicklung des Kindes fördern kann. Aber: Macht euch und euren Kleinen nicht zu viel Druck. Letzten Endes haben noch immer alle Kids sprechen gelernt, oder?

"Du lernst MEINE Sprache. Nicht ich deine!"

Ein Leitsatz, den wir uns ganz groß auf ein Post-it schreiben sollten. Viele Eltern neigen nämlich dazu, Dinge so zu benennen, wie sie ihr Kind gerade bezeichnen möchte. Es kann natürlich schon mal vorkommen, dass das Kind eine Katze als "Mau" bezeichnet (und zugegeben, das ist ganz schön süß). Wichtig ist es aber, als Erwachsene die Dinge so zu benennen, wie sie auch lauten. Vor allen Dingen bei völlig zweckentfremdeten Wörtern oder sogar Gestiken, die NUR die Eltern des Kindes verstehen. Ein Beispiel: Das Kind sagt zur Flasche "Dudu" und Eltern übernehmen die Bezeichnung, ohne das Kind auszubessern. "Willst du deine Dudu?". Es besteht eigentlich kein Grund, das Kind dazu zu ermutigen, das Wort "Flasche" zu sagen, denn niemand sonst außer die Eltern und das Kind können mit "Dudu" etwas anfangen.

Loben und ermutigen

Kinder brauchen positive Bestärkung – vor allem, wenn sie kleine große Schritte tun. Aber sie brauchen manchmal auch einen kleinen Anstoß und Ermutigung. So könnt ihr euer Kind zum Beispiel ermutigen, Dinge zu benennen, auf die es zeigt. Manche neigen nämlich dazu, dem Sprössling alles in die Hand zu drücken oder zu fragen, was es will – bis es schließlich nickt. "Willst du das? Oder das?". Wenn Kinder auf die Essiggurkerl zeigen, könnte man sie beispielsweise ermutigen das Wort "Gurke" zu sagen oder Wörter wie "haben" oder "bitte" – egal was, Hauptsache das Kind lernt sich durch Sprache auszudrücken, nicht nur durch Blicke oder Gestiken. Sobald es merkt, dass es mit Sprache eine Wirkung oder Handlung erzeugen kann, ist es viel motivierter Wörter auch anzuwenden.

Bewegung, Bewegung!

Es ist erwiesen, dass Bewegung die Sprache der Kinder fördert. Motorisch geschickte Kids sind meist auch sprachlich gut unterwegs. Schafft vielfältige Bewegungsmöglichkeiten: Klettern, rutschen, sich hochziehen, verschiedene Ebenen erkunden, Stufen steigen, krabbeln – all das fördert nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern auch die sprachlichen. Also, raus aus dem Wagerl und auf den Spielplatz!

Rhythmische Reime, Kniereiter, Fingerspiele, Lieder

Einfache Reime oder Fingerspiele machen Lust auf Sprache. Es gibt unzählige Bücher mit rhythmischen Reimen und Ähnliches. Auch das Internet ist voll davon. Und ein einfaches "Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen..." tut's auch. Hauptsache jemand beschäftigt sich intensiv mit dem Kind und macht ihm Sprache richtig schmackhaft. Rhythmisches Sprechen fällt vielen Kids ohnehin leichter. Und die ganz Kleinen werden zumindest ihren Mund zum Fingerspiel bewegen. Kinder lieben Reime! Und Musik sowieso. Lieder sind die beste Kombi, um Musik, Sprache und manchmal sogar Tanz (Bewegung!) unter einen Hut zu kriegen. Wer nicht singen mag, kann sich auch dem unendlichen Repertoire verschiedener Musik-Streamingdienste bedienen und halt ein bisschen mittrullern. Das schafft ihr schon.

Geschichten vorlesen

Haben wir nicht alle gerne eine Geschichte vorgelesen bekommen? Bei manchen Bilderbüchern konnten wir sogar schon mitsprechen! Gemeinsames "Buch-Anschauen" und Vorlesen sind klassische und wirklich hilfreiche Methoden, um Kindern Sprache näher zu bringen. Viele Kinder genießen lange Geschichten. Manche wollen nur die Bilder ansehen und Dinge benennen. Hauptsache Erwachsene vertiefen sich gemeinsam mit den Kids in die Bücher. Vorlesen fördert nicht nur die Sprachentwicklung, sondern auch die Beziehung zum Kind. Das Spiel mit dem "Dinge benennen" oder ich "Ich seh, ich seh" kann übrigens in so gut wie JEDER Situation fortgeführt werden. Und ja, auch Fernsehen kann den Wortschatz erweitern. Sofern man gemeinsam mit dem Kind schaut und die Dinge benennt, die gerade über den Bildschirm flimmern. Und wenn die Kids mal alleine schauen, lernen sie eben auch einmal für sich (Zwinkeremoji).

WOMAN Community

Deine Meinung ist wichtig! Registriere dich jetzt und beteilige dich an Diskussionen.

Jetzt registrieren!

Schon dabei? .