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So soll Schule sein!

Vom Taferlklassler bis zum Maturanten: Jeder Schüler hat seine Träume, wie der Unterricht in der „perfekten Schule“ sein müsste.
Plus: Was VIP‘s in der Schule für‘s Leben lernten...


So soll Schule sein!
© Hausler

Noch ist die lila­farbene Schultüte, die ihr die Kindergartentante als Abschiedsgeschenk ge­bastelt hat, leer. „In zwei Wochen aber wird sie voll mit Naschereien sein“, funkelt’s in den Augen von Zara Dürrschmid, 6. Doch weit mehr als auf kleine Geschenke zum Schulbeginn freut sich die herzige Taferlklasslerin auf den „Ernst des Lebens“. „Im Kindergarten war’s mir schon fad. Ich freu mich auf die Schule, weil ich dann einen Beruf habe wie Mama und Papa!“, meint sie überraschend pflichtbewusst und kramt in ihrem nagelneuen „Lillyfee“-Ranzen. „Das Federpennal mit den Buntstiften habe ich schon eingepackt. Heute hol ich mit der Mama die Hefte und Bücher ab. Ich will jetzt nämlich echt lesen lernen“, grinst Zara schelmisch. Obwohl: „Ein bisserl kann ich’s ja schon. Ich schau mir die Bilder im Buch an und errate die Geschichte dazu. Der Papa ist immer erstaunt, wenn’s richtig ist!“ Auch sonst ist die Kleine schon bestens über ihre neue Schule informiert: „Ich werde in die Mäuschenklasse gehen und die Hausaufgaben in der Schule machen.“ Denn anders als die meisten ­ihrer Kindergartenfreunde, die ab Herbst in die öffentliche Volksschule gehen, wird Zara die Privatschule der „Englischen Fräulein“ besuchen: „Das will ich so, weil meine Eltern den ganzen Tag arbeiten. Da mag ich nicht allein sein am Nachmittag.“ Worauf sich die Einsteigerin am meisten freut: „Auf die Ess­pause natürlich! Da muss ich nicht ­ruhig sitzen …“

Unterricht auflockern. Andreas Mock, 14, drückt bereits seit acht Jahren die Schulbank, ab September geht er in die Handelsakademie. An diese hat er ganz konkrete Wünsche: „Ich möchte mich zumindest in den Pausen rühren dürfen. Es wäre schön, wenn die Lehrer uns mehr Bewegung zugestehen würden – auch während des Unterrichts.“ Verständlich, denn auch im Büro sitzt niemand acht Stunden statisch am Schreibtisch. Und noch eine Anregung an die Bildungsstrategen hat Andreas: „Keiner ist perfekt, jeder hat Schwächen. Deshalb sollte es nach Unterrichtsschluss eine verpflich­tende Nachhilfestunde geben, in der sich die Schüler gegenseitig helfen, den Lernstoff besser zu begreifen.“

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