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Wie wir lieben werden ...

Vom Roboter-Lover bis zu Dating in Echtzeit: So sieht die Zukunft von Liebe, Lust und Beziehung aus. Diese fünf Trends kommen vielleicht schon bald auf uns zu!

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Wie wir lieben werden ...
© istockphoto.com

Aufgepasst: Heiraten ist wieder angesagt! Zukunftsforscherin Christiane Varga kennt die neuesten Fakten: "Der Trend zur Ehe wird durch das Digital Dating verstärkt. Dazu gibt es von der US-Soziologin Alicia Cast eine aktuelle Studie: Paare, die sich im Internet kennengelernt haben, heiraten im Durchschnitt nach circa eineinhalb Jahren, andere nach drei." Wie lange die Verbindungen halten, ist jedoch noch nicht erforscht. Überhaupt hat das Web die Art, wie wir lieben, total verändert. Das gehört in Zukunft zu unserem Liebesleben ...

Jetzt kommt Real Casual Dating!

Immer & überall vernetzt. Die Partnersuche wird in den Alltag integriert. Wir müssen dafür nicht mehr bewusst ins Internet gehen. Trend-Researcherin Christiane Varga erklärt: "Es wird eine immer bessere Verknüpfung von Menschen geben, die uns geografisch oder sozial nah sind. Apps können oft besuchte Orte oder Reiseziele abgleichen und so Personen vorschlagen, die uns sozial oder interessensmäßig ähnlich sind. Das geht immer besser, wenn Daten aus Social-Media-Kanälen miteinander verknüpft werden." Ein Beispiel: Du willst wissen, welcher Typ da gerade neben dir spaziert? Ein Blick aufs Handy genügt. Unser Online-Sein macht in Zukunft spontanes Dating ohne langes Profilsuchen möglich.

Der Lovecoach aus dem Web!

Let's talk about sex, baby! Das tut Laci Green im Internet ziemlich offen – und rund 1,5 Millionen Followern gefällt's! Auf ihrem YouTube-Kanal beschäftigt sich die 27-jährige Amerikanerin mit allem, was in Sachen Erotik dazugehört: Orgasmen, SM-Praktiken, Blowjobs, Selbstbefriedigung Green hat ein klares Ziel: "Dass die Leute sich nicht mehr schämen, wenn sie über Sex sprechen. Die Menschen sind uninformiert, und dadurch entstehen so viele Vorurteile." In der Anonymität des Internets trauen sich die Nutzer mehr. Expertin Varga weiß: "Wir sind es heute gewohnt, Google mehr anzuvertrauen als unseren engsten Freunden, und geben in Suchmaschinen die wildesten Fragen ein. Irgendwann wird den Leuten aber trotzdem bewusst werden, dass es hier nur um Daten geht. Deshalb wird alles, was zwischen Menschen vermittelt wird, kostbar und begehrt."

Mit dem Roboter ins Bett ...

Künstliche Liebhaber. In Japan gibt es Kurse vom Familienministerium, in denen junge Männer an Robotern lernen sollen, wie man eine Frau berührt. Und der britische Physiker Ian Pearson prophezeit, dass 2030 Sex mit Robotern so normal sein wird, wie es heute Pornos sind. Außerdem glaubt er, dass Bordelle und Stripclubs mit solchen Maschinen ausgestattet sein werden. Werden wir wirklich bald auch mit ihnen Sex haben? "Der Glaube, dass Roboter selbstverständliche Begleiter im Alltag sein werden, hängt mit dem Verlust zwischenmenschlicher Beziehungen zusammen", sagt Varga. Aber: "Das ist eine starke Kulturfrage. Japan ist verrückt nach allem, was künstlich ist: Puppen, Roboter, virtuelle Stars. Liebesroboter sind gerade sehr präsent. Doch auch wenn die künstliche Intelligenz verspricht, dass das technische Gegenüber mitlernt und mit seinem Partner interagiert – die Mimik fehlt. Und wenn ein Roboter zu menschenecht ist, gruselt uns vor ihm."

Was kann simulierter Sex?

Erotische PC-Games. Computer an, Virtual-Reality-Brille aufsetzen, und los geht's! Im Spiel kann man einen Avatar kreieren und Geschlechtsverkehr mit ihm haben. "Das fühlt sich scheinbar schon erstaunlich echt an, auch wenn die Grafik noch nicht hochauflösend ist", so Varga. Die Technik wirft auch viele Fragen auf: Gilt Cybersex als Fremdgehen? Und ist in der Virtual Reality alles erlaubt? Vorsicht: "Man stößt immer wieder auf Berichte über sexuelle Übergriffe in der virtuellen Realität. Diese werden oft mit dem Argument abgetan, dass es eben nicht real gewesen sei. Aber die Forschung bestätigt uns: Was wir in der virtuellen Realität erleben, fühlt sich echt an. Deswegen müssen wir das auch ernst nehmen."

Phasenfamilie statt Patchwork-Family!

Familienmodell neu. Christiane Varga dazu: "Lebensabschnittspartner und Zweit- oder Dritthochzeiten anstelle von lebenslangen Partnerschaften sind schon lange kein Tabu mehr. Menschen lösen ihre Ehen und versuchen, mit neuen Partnern den wandelnden persönlichen Lebensvorstellungen gerecht zu werden. Patchworkfamilien werden zusammengeflickt." Der neue Begriff dafür: Phasenfamilie. Grund dafür ist ein anderer Megatrend: die totale Individualisierung.

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