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So sparst du Geld beim Telefonieren

Nicht ohne mein Smartphone: Wie du Kostenfallen im Ausland vermeidest und was das neue Roaming-Gesetz wirklich bringt, verraten drei Experten.

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So sparst du Geld beim Telefonieren
© shutterstock.com

Ich packe meinen Koffer – und nehme mit: Mein Handy! Was sonst? Aber nicht, um mit Familie und Freunden zu telefonieren, sondern vor allem, um die besten Urlaubsfotos auf Instagram zu teilen und um ja nichts in der Whats App Gruppe zu verpassen. Ach ja, und die neue Netflix-Serie wird ja auch noch ausgestrahlt. Nur Telefonieren ist längst nicht mehr der Hauptgrund, warum man sein Smartphone in die Hand nimmt. Social Media-Apps und Co. sind heute mindestens genauso wichtig (weil man ja immer Up to Date sein muss, eh klar). Aber hier lauern viele Kostenfallen, die uns dann schnell mal nach einem Trip auf den Boden der Tatsachen bringen. Wir haben Experten von T-Mobile, A1 und Drei gefragt, wie man diese vermeidet und ob wir eigentlich mit dem neuen Roaming-Gesetz ab 15. Juni wirklich innerhalb der EU so viel telefonieren und texten können, wie wir wollen (ohne danach einen Kredit aufnehmen zu müssen).

Gibt es Datenpakete fürs Ausland, ohne Bindung?

"Bei T-Mobile ist es sehr einfach, Daten im Ausland zu nutzen. Unsere Datenroaming-Pässe Travel&Surf können über eine App oder auch per SMS per Klick bestellt und verlängert werden. Sie laufen nach Verbrauch oder nach 24 Stunden beziehungsweise einer Woche automatisch aus", sagt Maria Zesch, Geschäftsführerin bei T-Mobile.

Kann man Roamingkosten umgehen?

"Im Urlaub kann man das WLAN im Hotel nutzen oder auf Offline-Apps wie beispielsweise für die Navigation zurückgreifen. Einfach Stadtpläne daheim aufs Handy laden und im Urlaub ohne Datenverbindung ans Ziel kommen", so Zesch.

Gibt es einen automatischen Kostenschutz?

"Bei A1 wird das Datenroaming automatisch bei Erreichen von 60 Euro Roamingkosten deaktiviert. Bei 80 Prozent informieren wir unsere Kunden mit einer Info SMS. Nach Erreichen der 60 Euro kann mit nur einer Bestätigungs-SMS einfach weiter gesurft werden", empfiehlt Natascha Kantauer-Gansch, CCo Consumer A1.

Wie kann ich wichtige Daten im Ausland übermitteln?

Kantauer-Gansch: "In vielen Hotels und Cafés gibt es WLAN, das für Gäste kostenlos oder zu sehr günstigen Konditionen zur Verfügung steht. Ich empfehle aber immer: sensible Daten, wie Onlinebanking, sollten immer über ein WLAN übertragen werden, dem man 100 Prozent vertraut. Noch sicherer ist natürlich die Übertragung über Mobilfunk."

Können wir ab dem 15. Juni im Ausland so viel telefonieren wie wir wollen, ohne draufzuzahlen?

Ja und nein. Denn es werden zwar alle Tarife, die roamingfähig sind, ab dem 15. Juni 2017 den EU-Roaming-Vorgaben entsprechen. Das heißt, wenn man einen Tarif hat mit unlimitierten Minuten und SMS, kann man auch im EU-Ausland unlimitiert quatschen und texten. Es gibt aber bei den Datenmengen Begrenzungen, dh. Gilmore Girls schauen in Paris wird eher schwierig werden.

Ob aufgrund des neuen Gesetzes höhere Kosten anfallen für andere Länder außerhalb der EU, können die Experten noch nicht verraten.

Gibt es dafür Tipps?

Kantauer-Gansch: "Als Tipp kann ich aber mitgeben sich vor einer Reise in ein Nicht-EU-Land sich nicht auf den regulierten Preis zu verlassen und sich vorab mit einem passenden Roaming-Paket auszustatten. Ein weiterer Tipp ist, in Hotels sicher zu gehen, ob man auch wirklich im WLAN surft und nicht mit der eigenen SIM-Karte. Warum? Wir hatten schon Fälle, dass Kunden einen WLAN-Optimizer verwenden und wenn das Signal des WLANs im Hotel schwächer ist, als die der SIM-Karte ist es schon passiert, dass Kunden dann automatisch über die SIM-Karte gesurft haben und das somit Roamingkosten verursacht hat.“

Beim iPhone stellt man diesen Optimizer so ab: Einstellungen – Mobiles Netz – WLAN-Unterstützung ausschalten.

© Video: WOMAN

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