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Die 7 Phasen zum Nichtraucher

Wir erzählen dir jetzt nicht, wie schädlich Rauchen ist. Das weißt du selbst. Wir sagen dir, wie du den Wandel zum Nichtraucher besser überstehst.

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Die 7 Phasen zum Nichtraucher

Und Morgen lasse ich es dann sein

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Einmal Raucher, immer Raucher. Das ist leider die Wahrheit. Wenn du deine Nikotinsucht überwunden hast, dann geht es dir wie einem trockenen Alkoholiker. Ein Berührungspunkt mit dem Suchtmittel, ein schneller Zug an der Zigarette - schon schließen sich wieder alle Suchtsynapsen in deinem Großhirn kurz.

Was hilft? Lebenslange Abstinenz. Aber erst musst du mal den Weg dorthin schaffen. Probiert hast du es bestimmt schon öfter. "Ab morgen rauche ich nicht mehr!" – ein Vorsatz, der spätestens beim ersten Stress über Bord geworfen wird. Oder beim ersten Kaffee. Oder wenn man in geselliger Runde ein Glaserl hebt. Rauchen, das ist halt leider auch was Soziales. Zum Glück aber immer weniger. Rauchverbote in Lokalen haben dazu beigetragen.

Deshalb ist auch die kalte Jahreszeit die Beste, um endgültig mit der Nikotinsucht zu brechen. Denn im eiskalten Freien eine Zigarette zu paffen, das macht ohnedies wenig Spaß.

Wir als ehemalige Raucher verraten dir, wie du am besten zum Nichtraucher wirst. Welche Phasen du durchmachen wirst – und wie du sie überstehst. Wohlan:

1

Der Wille muss da sein. Sukzessive mit dem Rauchen aufzuhören ist verdammt schwer. Jeden Tag den Zigaretten-Konsum zu konsumieren, das gelingt kaum. Fast alle ehemaligen Raucher werden dir sagen: "Ich habe einfach eines Tages beschlossen, nicht mehr zu rauchen. Und es dann sein lassen." Wirf an diesem Tag alles weg, was du an Rauch-Utensilien besitzt. Tabak. Zigaretten. Papers. Aschenbecher. Feuerzeug. Alles.

2

Such' dir eine ruhige Phase. Wann greifen wir zur Zigarette? Wenn wir mit Freunden unterwegs sind – oder wenn wir Stress haben. Der Start-Tag sollte deshalb möglichst stressfrei sein. Ein Urlaubstag, ein Wochenende, ein Feiertag. Du wirst vermutlich in der ersten Zeit grantig und nervös sein. Halte dir immer vor Augen, dass dies Entzugserscheinungen sind, die auch bald vorbeigehen.

3

Schreib' dir ein Memo. Notiere noch einmal alle Gründe, warum du jetzt wirklich mit den Zigaretten aufhören solltest. Nicht nur das Risiko einer Krebserkrankung. Führe auch die optischen und olfaktorischen Mankos an (die sind weniger virtuell und deshalb präsenter, glaub uns). Der eklige Gestank von kaltem Rauch. Der Nikotin-Atem. Die gelben Zähne. Die fahle Haut. Die Kurzatmigkeit, wenn du der Straßenbahn hinterher rennst.

4

Mach' dir einen Notfallplan. Es wird immer wieder zu Momenten kommen, in denen es dich dringend nach einer Zigarette verlangt. Wenn du Stress hast. Wenn dir langweilig ist. Wenn du den ersten Kaffee im Büro trinkst. Mach' dir einen Notfallplan, wie du diese Situationen meisterst. Steck' Kaugummi ein, trink' langsam ein Glas Wasser, geh' kurz vor die Tür. Auch autogenes Training kann helfen.

5

Das hilft bei Entzugserscheinungen. Wenn du starker Raucher warst, wirst du mit Schlafstörungen, Nervosität und Husten reagieren. Diese Entzugserscheinungen sind normal, sie zeigen, dass sich dein Körper vom Gift erholt. Halte dir vor Augen, dass diese Symptome nur ein paar Tage andauern. Dann überwiegen schnell die positiven Aspekte. Der Geruchs- und Geschmackssinn verbessert sich wieder. Deine Haare muffeln nicht nach Nikotin, dein Atem wird freier. Bis dahin täglich mindestens drei Liter Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Kräutertees trinken. Akupunktur kann die Reizbarkeit lindern.

6

Beweg' dich. Um deinen Ärger und deine Nervosität zu überwinden (und Fressattacken als Übersprungshandlung zu vermeiden) solltest du jetzt möglichst viel Sport treiben. Geh' spazieren an der frischen Luft, lauf' ein paar Kilometer im Fitnessstudio, fahr' mit den Kindern in die Therme. Es geht nicht nur darum, deinen Körper neue Vitalität zu verleihen, sondern auch um Ablenkung. Denn nur in den Ruhemomenten wird der Drang nach eine Zigarette enorm.

7

Belohne dich. Was eine echte Motivationshilfe sein kann: du legst jeden Tag die Geldsumme, die du normalerweise für eine Packung Zigaretten ausgegeben hast, in eine Schatulle oder Geldbörse. Du wirst staunen, wie schnell du wahnsinnig viel Geld angesammelt hast! Belohne dich nach drei Monaten mit etwas, was dir gut tut. Einem tollen Kleid, einer Spa-Behandlung, einem Kurzurlaub.