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Der Social Media-Knigge

Facebook, Twitter, Google+: Soziale Netzwerke dienen nicht nur Promis als Bühne der Selbstdarstellung. Was du beachten solltest: Der Social Media-Knigge.

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Frau steht im Bus und checkt die Facebook-Nachrichten auf ihrem Handy.
© Thinkstock

Die Fotos vom Polterabend, das wütende Posting über den Chef, der alle Arbeit an dir ablädt, die Tatsache, dass du bei Foursquare Bürgermeister einer Fast Food-Filiale geworden bist – nirgendwo sonst lässt sich unser Leben so wunderbar dokumentieren wie auf den sozialen Netzwerken des Internet.

Nicht nur Promis wie Rihanna oder Beyoncè nutzen Facebook, Twitter und Co. als weltweit einsehbare Bühnen für ihr Leben, auch "Normalos" wie unsereiner können von der virtuellen Selbstdarstellung profitieren. Gesetzt den Fall, wie halten uns an die Social Network-Etikette.

Stil- und Etikettetrainerin Maria Th. Radinger gibt deshalb die besten Tipps für den professionellen Auftritt im Web. Ihre Empfehlungen für den Social Media-Knigge :

1

Nutze Social Media – und bleib' trotzdem kritisch: Soziale Netzwerke können die Kontaktpflege erleichtern und bereichern, bergen jedoch auch Risiken. Wähle deine Netzwerke und Kontakte mit Bedacht. Achte außerdem auf Kommunikationsstil und –Inhalte, damit dir keine Nachteile entstehen.

2

Triff' eine kritische Auswahl der sozialen Netzwerke: Bedenke, wie du die jeweiligen sozialen Netzwerke nutzen willst – beruflich oder privat. Eine Vermischung solltest du vermeiden und überlege kritisch, welche Informationen du bekannt gibst. Persönliche Themen solltest du nicht in der Öffentlichkeit ausbreiten, denn dafür gibt es die Nachrichtenfunktion.

3

Denke an dein Image: Nicht nur Freunde, sondern auch potenzielle Geschäftspartner nutzen soziale Netzwerke, um sich ein Bild von dir zu machen. Deine Glaubwürdigkeit und dein Image leiden, wenn der Auftritt nicht stimmig ist. Wähle Fotos aus, die du auch im Geschäftsleben verwendest bzw. Privatfoto, die unverfänglich sind. Bei persönlichen Bildern sollte auch die Privatsphäre der anderen Personen geschützt werden, sie sollten vor dem Hochladen ausdrücklich um Erlaubnis gefragt werden.

4

Wahre auch hier Distanz: Überlasse es deinen Kunden, dich als „Freunde“ hinzuzufügen, denn auch hier zählt der Rang. Anfragen sollte man bewusst verschicken und nicht den Eindruck vermitteln, man sammle wahllos neue Kontakte, denn nicht jede berufliche Beziehung muss auch in einem sozialen Netzwerk auftauchen.

5

Sollst du unerwünschte Anfragen ablehnen? Ja unbedingt. Du kannst eine freundliche Rückmeldung verschicken, dass du nur persönlich bekannte Personen als Freunde bestätigen. Damit vermeidest du Missverständnisse und es spricht für dich.

6

Belästige deine Kontakte nicht: Belästige deine „Freunde“ nicht mit nervenden Spielen und Anwendungen. Wenn du deine Kommunikation nur auf spielerische Anfragen beschränkst, wirst du schnell ignoriert.

7

Bleib' freundlich: Wahre die Formen der Höflichkeit. Auch wenn alle Netzwerk-Partner als „Freunde“ angezeigt werden, kommt ein unvermitteltes Duzen zwischen Geschäftspartnern nicht gut an. Eine korrekte Anrede und ein höflicher Abschiedsgruß gehören bei Kontaktanfragen dazu und steigern deine Chancen, akzeptiert zu werden. In sozialen Netzwerken gelten die gleichen Höflichkeitsformen wie im Geschäftsleben oder im privaten Umfeld.

8

Reagiere humorvoll: Lösche keine unbequemen Einträge von deiner Pinnwand, sondern reagier' humorvoll statt verbissen. Entscheidend ist nicht der Eintrag, sondern deine Reaktion. Blockiere eventuell Personen in deiner Kontaktliste, die dir unangenehm auffallen.

9

Achte auf eintreffende Nachrichten: Überprüfe regelmäßig deine Nachrichten und antworte wie auch bei deinen E-Mails, mindestens einmal pro Tag. Nur wenn du direkt auf Einträge reagierst, bleibt die Unterhaltung lebendig.

10

Das Internet vergisst nichts! Überlege dir vor jedem Posting, ob es auch später noch gut für dein Image ist. Würdest du diese Aussage auch im realen Leben machen? Viele Kunden/Unternehmen sind ebenfalls auf sozialen Netzwerken vertreten und lesen deine Einträge. Korrekte Rechtschreibung und Grammatik gelten auch hier. Alles in Großbuchstaben geschrieben bedeutet, dass man schreit. Entdeckt man in einem bereits geposteten Kommentar einen Fehler, wird er am besten gelöscht und neu geschrieben.

Gib' Empfehlungen: Nutze deine Netzwerke auch, um Tipps über interessante Bücher, Filme, oder auch Produkte zu schreiben. Zwischendurch kannst du auch für eigene Produkte werben, jedoch in Maßen. Strapaziere deine Kontakte jedoch nicht mit aggressiver Werbung. Soziale Netzwerke sind keine Verkaufsplattformen. Werbe-Postings an den Pinnwänden von anderen Netzwerken gelten hingegen als sehr unhöflich.

Thema: Psychologie

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