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Social Media killt den Sex

Schatzi, ich bin auf Facebook! Statt Sex macht's Klick: Social Media und Digitalisierung schlagen extrem auf die Libido. Das ergab eine neue Studie.

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Social Media killt den Sex

Tote Hose im Bett, dafür massig Likes auf Facebook!

© Thinkstock/iofolo

Ein kleines Gedanken-Experiment. Was würde geschehen, wenn wir auf Facebook folgenden Status posten würden: "Ich habe schon seit Monaten keinen Sex mehr."

Unsere These: Es gäbe unzählige "Likes" dafür, diese virtuelle Beklatschung unseres Lebens. Vielleicht auch ein paar blöde Bemerkungen. Und ziemlich viele eindeutige Angebote.

Aber jetzt kurz ehrlich: Macht dich auch nur ein "Like" glücklicher? Würde es dir nicht mehr bringen, wenn dein Sexleben perfekt, wunderbar, intakt wäre?

Dann solltest du jetzt ganz schnell dein Handy, dein Tablet oder deinen Laptop beiseite legen und zur Sache kommen. Real.

Denn Social Media, das ergab nun eine neue Studie des südafrikanischen Unternehmens Pharma Dynamics , lässt dein Sexleben auf den Tiefpunkt abkühlen. Hitze im Schlafzimmer? Nur wenn der Akku heißläuft. Betroffen vom Libidoverlust sind vor allem Männer.

Facebook als Bettgenosse

Laut der Erhebung haben die südafrikanischen Männer im Schnitt nur noch 52 Mal im Jahr Sex. Das ist die gerade einmal die Hälfte des weltweiten Mittelwerts von 104 Geschlechtsakten.

Lass das Smartphone doch mal aus dem Bett

Schuld sind vor allem Smartphones und Tablets, die viele Männer verstärkt nutzen. Folglich haben 22 Prozent von 500 südafrikanischen Männern weniger als drei Mal im Monat Sex, 16 Prozent befinden sich sogar in einer sexlosen Beziehung. Tablets und Smartphones werden vermehrt mit in das gemeinsame Schlafzimmer genommen. Dort werden E-Mails gelesen oder Status-Updates verfasst.

Eine Ablenkung, die sich ganz offensichtlich im Lustverlust niederschlägt. Die Forscher: "Auch wenn wir uns in sozialen Netzwerken ablenken – wir gewinnen dadurch keine Entspannung. Um aber Lust und Leidenschaft zu verspüren, muss man ein gewisses Maß an Entspannung haben, sie fallen lassen müssen und den Kopf ausschalten. Das gelingt nicht, wenn man noch schnell drei Facebook-Nachrichten verschickt, ehe man sich der Partnerin zuwendet."

Dazu führe die Digitalisierung auch zu einer Übersexualisierung: Porno-Seiten wie YouPorn seien so schneller und jederzeit abrufbar. Die ständige Verfügbarkeit schlage sich aber dauerhaft auch negativ auf das Lustempfinden aus.

Themen: Sex & Erotik,