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Tipps gegen Sommergrippe

Eben war es noch sommerlich warm – und jetzt Halsweh und Kopfschmerz? Was bei einer Sommergrippe hilft und wie du ihr vorbeugst.


Tipps gegen Sommergrippe
© Thinkstock/iStock/Tatyana GI

Hauptursache einer sommerlichen Infektion ist unser Lebensstil. Wir setzen unsere Körper der hitzigen Außenluft aus, um sie dann in klimatisierten Räumen und Autos (fallweise auch mit offenen Fenstern) einem Kälteschock mit Zugluft zu unterziehen. Darunter leidet das Immunsystem. Unser Körper kann mit plötzlichen Temperaturschwankungen schwer umgehen. Und Schleimhäute des Nasen- und Rachenraumes, die unsere Schutzbarriere gegenüber Erregern sind, trocknen dabei aus. Auch zu wenig Flüssigkeitszufuhr und zu lange Sonnenbäder sind eine herzliche Einladung für Enteroviren, die Erreger der Sommergrippe.

Symptome einer Sommergrippe

Ein kratzendes Gefühl im Rachen, eine rinnende Nase, Müdigkeit und Kopfschmerzen - das sind die ersten Alarmzeichen. Oft hilft schon eine Salznasenspülung, um die Viren herauszuspülen und die Schleimhäute feucht zu halten. Auch das Gurgeln mit Meersalzwasser ist ein guter Tipp. Klarerweise muss man den Körper auch mit ausreichend Vitamin C und D sowie mit Zink versorgen. Auch wenn eine ausgewogene, gesunde Ernährung hilft: Im Erkältungsfall ist die Einnahme von Zusatzpräparaten unumgänglich. Denn um seinen Vitamin-C-Haushalt zu decken, müsste man beispielsweise zwei Kilogramm Orangen oder ein Kilo Paprika jeden Tag verzehren. Um auf das empfohlene Zink-Tagespensum zu kommen, müsste man rund 600 Gramm Haferflocken oder Leber essen.

Bei Erkältung: Bettruhe!

Ist schließlich doch jeder Versuch vergebens gewesen und das Fieber streckt einen nieder, dann ist strikte Bettruhe angesagt. Risikogruppen, wie etwa chronisch Kranke, Kleinkinder oder alte Menschen, sollten auch unbedingt einen Arzt aufsuchen. Um die Heilung voranzutreiben halten Apotheken etliche Medikamente parat. Die traditionellen Anti-Grippemittel beinhalten Stoffe wie Vitamin C, Paracetamol, Chlorphenamin, Coffein und Zink. Will man wissen, zu welchem konkreten Medikament man greifen sollte, dann ist man gut beraten, sich an diesen altbekannten Leitsatz zu halten: "Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!"

Der Sommergrippe vorbeugen

  • Keine eiskalten Getränke.
  • Der Unterschied zwischen Außen- und der Raumtemperatur sollte weniger als sechs Grad sein.
  • Die Viren der Sommergrippe werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Daher den Kontakt zu großen Menschenmengen, Niesenden und Hustenden vermeiden!
  • Viel trinken.
  • Die Klimaanlage lieber selten nutzen.
  • Regelmäßig die Hände mit ausreichend Seife waschen.
  • Nasse Kleidung wechseln.
  • Gegen die Viren der Sommergrippe (Enteroviren) helfen keine Antibiotika!
  • Da die Enteroviren auch über den Darm ausgeschieden und aufgenommen werden, ist Sauberkeit auf der Toilette wichtig.
  • Benutze nur das eigene Handtuch oder Wegwerftücher aus Papier.