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Was ist gesünder: echte oder "falsche" Bräune?

Sonne, Selbstbräuner oder Solarium? Welche dieser drei Methoden empfiehlt sich für eine gesunde Bräune? Das Ergebnis hat uns tatsächlich überrascht!

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gesunde Bräune
© iStockphoto.com

Zu Beginn sei gesagt: Eine gebräunte Haut ist nicht unbedingt notwendig. Aber dennoch setzen viele Menschen dieselbe mit Urlaubsfeeling und sogar gesundem Aussehen gleich und daher werden jene, die eben nicht mit nobler Blässe "gesegnet" sind, oft beneidet. Die Frage ist, wie lange - schließlich hat "gesunde" Bräune" leider oftmals Konsequenzen:

Bräune von der Sonne

Lieber blass als tiefgebräunt, denn dies bedeutet gleichsam, dass man weniger Sonnenschäden davon trägt. Sonnenbaden bewirkt vorzeitige und verstärkte Falten, Schwächung des Bindegewebes, kann aber auch Schädigung der Augen und vor allem Hautkrebs hervorrufen. Daher sollte stets Sonnenschutzmittel mit hohem Schutzfaktor aufgetragen werden, dieser nach längerem Aufenthalt im Freien aufgefrischt werden und in eine gute Sonnenbrille investiert werden. Wer nicht täglich schmiert, erhöht das Risiko einer Hautkrebserkrankung um das Doppelte, Sonnenbrände sind absolut zu vermeiden!

Bräune aus der Tube

Dereinst hat man Selbstbräuner als absolut gesunde Methode, um braun zu werden, gelobt. Allerdings enthalten zahlreiche Sprays und Cremen Inhaltsstoffe, die man lieber nicht an die Haut heran lassen sollte.

Wie beispielsweise Dihydroxyaceton (DHA): Diese Substanz ist dafür verantwortlich, dass die oberste Hautschicht bräunlich gefärbt wird, da diese mit Eiweißen in der Hornschicht reagiert. Allerdings zerfällt DHA bei Wärmeeinwirkung sowie längerer Lagerzeit und setzt dabei Formaldehyd frei, ein Stoff der im Verdacht steht, krebs- sowie allergieauslösend zu sein, aber auch Schleimhäute reizt.
Daher sollte Selbstbräuner kühl und nur kurz gelagert werden und nicht mit Schleimhäuten in Mund oder Augen in Berührung kommen.

Darüber hinaus finden sich oftmals hormonverändernde Inhaltstoffe in den Bräunungsmitteln. Diese können sowohl bei Männern als auch Frauen die Fruchtbarkeit beeinflussen und bei schwangeren Frauen zu Fehlgeburten oder Schädigungen des Fötus führen. Diese gefährlichen Substanzen finden sich leider in allzu viel Kosmetika, nicht nur in Selbstbräunern! Wir raten daher dazu, genau die Inhaltsangaben zu studieren und IMMER genau darauf zu achten, was man sich auf Gesicht oder Körper schmiert. Hilfreich ist dabei beispielsweise die Smartphone-App Toxfox, bei der man Produkte einfach scannen kann und dann sofort Informationen erhält, wie gefährlich oder verträglich dasselbe ist.

Bräune vom Solarium

Solarien sind definitiv die am wenigsten empfohlene Methode, wenn man unbedingt braun werden möchte. Sogar die "vernünftig" eingestellten Apparate sind in ihrer Wirkung so stark wie die Mittagssonne am Äquator und schädigen unsere Haut nachhaltig. Besonders gefährlich sind Solarien für Menschen unter 30: Wer sich in jungen Jahren regelmäßig ins Solarium legt, erhöht das Hautkrebsrisiko um erschreckende 75 Prozent.

Zusammengefasst muss leider gesagt werden: So etwas wie eine gesunde Bräune gibt es nicht. UV-Strahlen sind stets gefährlich und bergen die Gefahren von Langzeitschädigungen, egal ob von der Sonne oder künstlich aus dem Solarium stammend.