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Sonnencreme richtig anwenden

Wie viel Creme soll man verwenden? Reicht LSF 30 aus? Bei der Anwendung von Sonnencreme gibt es vieles zu beachten - unsere Sonnenschutz-Expertin gibt wertvolle Tipps!

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Sonnencreme - Die richtige Anwendung

Besonders im Frühjahr haben UV-STrahlen viel Kraft!

© BananaStock

Zum richtigen Umgang mit Sonnencreme gibt es einiges zu sagen. Einfach eincremen und fertig reicht lange nicht aus. Dr. Veronika Lang, Wissenschaftliche Leitung der Apothekenkosmetik L’Oréal Österreich gibt wertvolle Ratschläge zum Umgang mit der Sonne und erklärt worauf man bei der Anwendung von Sonnenschutzmittel achten sollte!

»Die Gefahr durch UVA Strahlen ist gerade im Frühjahr und im Herbst tückisch.«

WOMAN: In welchem Monat sollten wir zum ersten Mal an Sonnenschutz denken?
Dr. Lang: Sonnenexposition ist nicht zwingend an einen bestimmten Monat gebunden. Denken wir etwa an Skiurlaub…. Aber natürlich ist die Anwendung von Sonnenschutz sehr mit der warmen Jahreszeit verbunden. Es macht Sinn, bei den ersten Aufenthalten im Freien schon im Frühjahr an Sonnenschutz zu denken. Gerade da ist die Haut sonnenentwöhnt und empfindlich. Auch die Gefahr durch UVA Strahlen ist gerade im Frühjahr und im Herbst tückisch. Je nach Expositionszeit und Phototyp kann man zwischen einer Tagespflege mit integriertem Lichtschutz und einem Sonnenschutzprodukt entscheiden. Dass man sich dann für den Sommerurlaub mit den entsprechenden LSF Produkten eindecken soll, ist mittlerweile ja bekannt.

WOMAN: Ist es relevant, ob man dabei Sonnencreme, Gel oder Spray verwendet?
Dr. Lang: Die Textur ist in erster Linie eine Frage des Hauttyps, aber auch der Anforderung.
Bei trockener Haut ist eher eine Creme zu empfehlen, da sie zusätzlich pflegend wirkt, bei fettiger Haut Fluids. Gele sind angenehm bei Sport, beim Schwitzen und am Strand. Sprays werden zum Schutz der Körperhaut gegeben. Am besten vom Profi beraten lassen!

»Im Zweifel lieber den höheren Lichtschutz verwenden.«

WOMAN: Woher weiß ich welcher Lichtschutzfaktor für mich geeignet ist?
Dr. Lang: Der Lichtschutzfaktor richtet sich nach der natürlichen Hautfarbe, dem sogenannten Phototyp, aber auch nach Dauer und Art des Aufenthaltes in der Sonne. Personen mit heller Haut, aber auch Kinder oder Schwangere sind besonders empfindlich. Zudem gibt es auch Personen mit Neigung zu Sonnenunverträglichkeitsreaktionen. Diese sollten immer zu Faktor 50+ greifen. Ein sportlicher Tag am Strand beansprucht naturgemäß auch mehr, als nur ein ruhiger Spaziergang über einen geringeren Zeitraum. Im Zweifel lieber den höheren Lichtschutz verwenden.

Unsere Sonnenschutz-Expertin Dr. Veronika Lang

WOMAN: Wie viel Creme sollte man verwenden? Gibt es eine Faustregel?
Dr. Lang: Der Lichtschutzfaktor kann nur seine volle Wirksamkeit bieten, wenn er gleich zu Beginn in ausreichender Menge aufgetragen wird. Dabei gibt es ein Protokoll, dass 2mg pro cm² Haut vorsieht- das bedeutet bei einem erwachsenen Menschen für den ganzen Körper etwa 30ml. In der Praxis kann man 6 Teelöffel rechnen. Es ist bekannt, dass oft nur die Hälfte der Menge verwendet wird und so der angegebene Schutz nur bruchteilhaft vorhanden ist.

»Gefährdet sind sogenannte Sonnenterassen wie etwa der Nasenrücken, wo die Strahlen senkrecht einfallen.«

WOMAN: Welche Körperstelle sollte man besonders gut schützen?
Dr. Lang: Gefährdet sind sogenannte Sonnenterassen wie etwa der Nasenrücken, wo die Strahlen senkrecht einfallen. Aber auch Hautareale die sonnenentwöhnt sind und dann plötzlich bestrahlt werden, sollten bedacht werden, wie etwa das erste Mal kurze Ärmeln oder der Rücken bei Badekleidung.

WOMAN: Wie oft sollte ich meine Haut mit Sonnenschutz eincremen?
Dr. Lang: Nachcremen ist sehr wichtig. Man verlängert zwar nicht die erlaubte Expositionszeit, aber der Schutz wird gesichert. Je stärker der Schutz durch Baden, Schwitzen, Sport oder Sandabrieb beansprucht wird, desto mehr Bedeutung hat das Nachcremen. Auf jeden Fall sollte nach jedem Bad nachgecremt werden, auch wenn Wasserfestigkeit besteht. Auch Gartenarbeit in der Sonne kann schweißtreibend sein. Ein gewöhnlicher Bürotag, mit einer kurzen Sonnenpause zum Kaffee ist dagegen weniger riskant.