Ressort
Du befindest dich hier:

Pigmentflecken & Sonnenschäden reparieren: Alles Wissenswerte über Pigmentstörungen

Sonnenflecken: Das ist der nette Name. Melasma der medizinische. Was man gegen die unschönen Pigmentflecken wirklich tun kann, haben wir zwei ExpertInnen gefragt!

von

Pigmentflecken & Sonnenschäden reparieren: Alles Wissenswerte über Pigmentstörungen
© iStock

Die wärmste Jahreszeit ist allseits beliebt, hat aber auch ihre Schattenseiten, denn die Sonne ist und bleibt die Hauptverursacherin für Schäden an der Haut. Eine zu intensive Belastung an UV-Strahlung führt zu einer übermäßigen Produktion von Melanin und verursacht so eine Hyperpigmentierung: Man spricht von Pigmentflecken.

Gesteuert wird dieser Prozess übrigens von einem Enzym (Tyrosinase), das verantwortlich für die Produktion der Pigmente (Melanin) ist. Beeinflusst wird dieses Enzym aber nicht nur durch UV-Strahlung, wie Sabine Humula von schönheit2go COSMETICS weiß: "Gerade hormonelle Ungleichgewichte wie sie beispielsweise in der Schwangerschaft vorkommen oder durch die Einnahme der Antibaby-Pille auftreten, können maßgeblich an einer Hyperpigmentierung beteiligt sein, und die Effekte der Sonne verstärken. Hier spricht man speziell von Melasma. Ebenso können bestimmte Medikamente die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöhen, in vereinzelten Fällen kommt es nach einer Laserbehandlung zu Pigmentstörungen, wenn das behandelte Areal zu früh der Sonneneinstrahlung ausgesetzt wurde."

Sonne ja, aber nur gut geschützt!

Um erst gar keine Pigmentflecken zu bekommen, würde Thomas Aigner, Facharzt für plastische, ästhetische und rekonstruktive Chirurgie, empfehlen die Sonne weitgehend zu meiden. Aber da das nicht wirklich realistisch ist, sollte immer ein ausreichender Sonnenschutzfaktor (mindestens 50+) verwendet und der Aufenthalt in der direkten Sonne vermieden werden. Besonders wichtig ist es, das nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter zu befolgen. Bei der Tagespflege heißt es genau hinsehen, denn der oft enthaltene SPF von 15 bis 20 ist leider nicht ausreichend. Wenn die bevorzugte Creme gar keinen Sonnenschutz enthält, kann man beispielsweise auf Sundrops oder Schutz in Puderform zurückgreifen.

Sonnenschutz ist essenziell - auch im Winter!

Pigmentflecken - und jetzt?!

Als ersten Schritt empfiehlt die Kosmetikerin einen Besuch bei der Dermatologin oder beim Dermatologen, um etwaige Unregelmäßigkeiten abzuklären und auszuschließen, dass es sich um riskante Pigmentveränderungen handelt. Ist das hoffentlich nicht der Fall, kann die Kosmetikerin beispielsweise mit einem speziellen Hautanalysegerät die Haut überprüfen (Wir haben es schon getestet. Den Artikel findest du HIER) und dementsprechend eine maßgeschneiderte Behandlungsstrategie entwickeln. Welche Behandlungen zur Reduktion von Pigmentstörungen sind neben unterstützenden Cremen möglich?

1. Aus eigener Kraft: Plasma-Needling

Bei dieser Methode wird auf die körpereigene Regenerationskraft gesetzt. Hier kommt Eigen-Plasma zum Einsatz, das mit Hilfe des Derma-Rollers in tiefere Hautschichten eingebracht wird. Die im Plasma enthaltenen Wachstumsfaktoren stimulieren Bindegewebszellen, die wiederum die Produktion von Kollagen und Elastin anregen und somit das gesamte Gewebe regenerieren. Ebenso steigt die körpereigene Hyaluron-Produktion. Beim Micro-Needling hingegen wird die Regenerationsfähigkeit der Haut durch Mikroverletzungen positiv genutzt, um die Spannkraft, Elastizität und die Feuchtigkeitsverteilung zu verbessern. Durch die Kombination von Plasma und Microneedling wird ein doppelter Effekt erwirkt – ideal zur Verbesserung des Hautbildes und zur Reduzierung von Pigmentflecken.

2. Mit Hilfe medizinischer Kosmetik

Um bereits vorhandenen Pigmentflecken den Kampf anzusagen, setzt Sabina Humula darauf die Haut über mehrere Sitzungen hinweg mit abgestimmten Peelings in Kombination mit depigmentierenden Produkten zu behandeln. Diese sollen die Tyrosinase, also das Enzym, welches die Melaninproduktion anregt, hemmen, damit in weiterer Folge der Melanin-Überschuss reguliert wird. Dadurch wird ein klares und fleckenfreies Hautbild geschaffen, ohne nur oberflächlich zu bleichen - was durch klinische Studien bestätigt wird. Begleitend, und um weitere Schäden zu vermeiden, ist der tägliche Sonnenschutz mit mindestens Faktor 50+ unerlässlich. Ergänzend werden bei schönheit2go COSMETICS passende Produkte für zu Hause angeboten. (Wir haben eine solche Behandlung übrigens bereits getestet. HIER der Erfahrungsbericht!)