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Sonnenschutz

Der Sommer lässt noch auf sich warten, aber um gut gewappnet in die neue Saison zu starten, haben wir hier für euch altbewährte Regeln für jeden Bräunungstyp und Informationen zu allen Fragen rund um das Thema Sonne. Plus: Finde heraus, welcher Sonnen-Typ du bist.


Sonnenschutz
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Es ist alles eine Frage des Typs. Manche Menschen können bis zu einer Dreiviertelstunde in der Sonne bleiben, ohne auch nur im Geringsten zu erröten. Bei anderen hingegen zeigen sich schon nach wenigen Minuten rote Stellen auf der Haut. Welcher Typ bist du?

Typ eins: Der keltische Hauttyp.

Die Rötliche. Weiße Haut, viele Sommersprossen, helle Augen und rote oder blonde Haare kennzeichnen Typ eins. Die natürliche Eigenschutzzeit beträgt nur 3 bis 10 Minuten. Danach rötet sich die Haut schnell. Dieser Typ wird nur sehr langsam braun und sollte Mittagssonne unbedingt meiden. Für die restliche Zeit gilt: Lichtsschutzfaktor 50 nehmen!

Typ zwei: Der nordische Hauttyp.

Die Helle. Mit blonden Haaren, heller Haut und blauen oder grünen Augen sollte dieser Typ nicht länger als 10 bis 20 Minuten ungeschützt in der Sonne sein. Nach mehreren Sonnenbädern wird die Haut jedoch etwas braun. Der Lichtschutzfaktor sollte hier mindestens bei 30 liegen. Auch Sonnenbrille und Hut schützen vor zu viel Strahlung.

Typ drei: Der Misch-Hauttyp.

Die Bronzene. Hier liegt die Eigenschutzzeit schon bei 20 bis 30 Minuten. Die Haut ist von Natur aus leicht getönt, die Haare sind dunkelblond bis brünett. Die Haut bräunt relativ schnell. Aber auch hier kann es bei übermäßiger Sonne zu einem Sonnenbrand kommen. Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens bei 20 liegen. Mittagssonne meiden!

Typ vier: Der mediterrane Hauttyp.

Die Dunkle. Mit braunen Augen, dunklen Haaren und bräunlicher Haut kann Typ vier 30 bis 45 Minuten ungeschützt in der Sonne bleiben. Die Haut bräunt schnell und gleichmäßig. Trotzdem auch hier das Eincremen nicht vergessen, denn die UVA-Strahlung sorgt für vorzeitige Hautalterung! Der Lichtschutzfaktor sollte mindestens 10 bis 15 betragen.

11 Fragen an die Sonne .

Wie lange darf man OHNE SONNENSCHUTZ in der Sonne bleiben?

Typsache. Das hängt ganz vom Hauttyp ab. Während man mit heller Haut und blonden Haaren nur kurze Zeit in der Sonne verweilen sollte, darf man als mediterraner Typ bis zu 45 Minuten ohne Schutz bräunen. In unseren Breitengraden ist es übrigens nicht notwendig, sich für kurze Spaziergänge mit Sonnenschutz einzucremen. Bei längeren Wanderungen im Sommer ist das allerdings ein Muss.

Wie oft sollte man NACHCREMEN?

Mengenlehre. Studien haben ergeben, dass wir oft nur ein Drittel der eigentlich benötigten Menge an Sonnencreme verwenden. Grundsätzlich gilt: Drei Esslöffel (etwa 30 Milliliter) für den ganzen Körper sollten es pro Eincremen sein. Danach sollte man mindestens alle zwei Stunden nachcremen, da die Filterwirkung dann verbraucht ist. Auch nach dem Baden, Duschen oder starkem Schwitzen ist es wichtig, den Schutz zu erneuern. Tipp: Vergesse nicht auf die Lippen!

Kann der Körper trotz Sonnenschutz noch VITAMIN D bilden?

Happy. Vitamin D macht nicht nur glücklich, es sorgt auch für starke Knochen und gute Zähne. Neuesten Studien zufolge soll es sogar Krebs verhindern und die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern. Gebildet wird es durch Sonneneinstrahlung auf die Haut. In Kombination mit Sonnenschutzmitteln wird die Produktion jedoch fast gänzlich gestoppt. Allerdings solltest du keinesfalls auf Sonnencreme verzichten. Wie uns Prof. Hönigsmann versichert, reichen wenige Minuten Sonnenbestrahlung pro Woche aus, um den Vitamin-D-Vorrat wieder aufzufüllen. Dann genügen sogar kleine Körperstellen wie Gesicht oder Hände.

Ergänzung. Selbst wenn du sehr sonnenempfindliche Haut hast und dich regelmäßig eincremst, musst du keine Angst haben, zu wenig Vitamin D zu bekommen. Auch durch die Nahrung nehmen wir Vitamin D zu uns. Zu den besten Lieferanten gehören Fisch, Milch oder Pilze wie Shiitake oder Steinpilze.

Creme, Lotion, Spray oder Öl. WELCHES PRODUKT ist das richtige für mich?

Hautsache. Die Palette an Sonnenschutzmitteln reicht von Creme über Lotion bis hin zu Öl. Für jede Haut gibt es die passende Pflege. Grundsätzlich gilt: Reichhaltige Cremes und Öle sind sehr gut für sensible und trockene Haut. Sie versorgen sie mit einer Extraportion Pflege. Bei unreiner Haut solltest du hingegen lieber zu ölfreien Sprays oder mattierenden Fluids greifen. So bekommt die Haut Feuchtigkeit, aber kein zusätzliches Fett. Tipp: Benutze fürs Gesicht immer besondere Produkte. Denn die Gesichtshaut braucht mehr Nährstoffe, darauf wird mit speziellen Cremeformeln Rücksicht genommen.

Wie gut ist UV-beständige KLEIDUNG?

Blocker. In Ländern mit hoher Lichteinstrahlung (z.B. Australien) ist es absolut sinnvoll, seine Haut mit diesen Textilien zu schützen. In Europa wird bis jetzt hauptsächlich UV-beständige Kleidung für Kinder angeboten. Achte dabei auf die Kennzeichnung der ÖNORM EN13758-1. So trifft weniger ultraviolette Strahlung auf die Haut. Eingecremt werden muss diese aber auch.

Wie oft sollte man MUTTERMALE untersuchen lassen?

Vorsorge. Das hängt davon ab, wie viele Muttermale du hast. In der Regel reicht es, alle zwei Jahre einen Hautcheck machen zu lassen. Voraussetzung dafür ist, dass du deine Muttermale selber beobachtest. Jede Veränderung (Größe, Farbe) solltest du vom Arzt untersuchen lassen.

Wann sollte man einen SUNBLOCKER benutzen?

Irrglaube. Der Begriff Sunblocker hat sich für Sonnenprodukte mit SPF 50 eingebürgert. Allerdings ist es falsch, dass damit gar keine Strahlen mehr auf die Haut treffen, wie der Name vermuten ließe. Daher wird er auch in Fachkreisen nicht mehr verwendet. Hauttyp eins und Kinder sollten immer SPF 50 verwenden.

Was muss man bei KINDERN beachten?

Extraschutz. Gerade bei Kindern ist der Sonnenschutz besonders wichtig, denn ihre Haut ist noch wesentlich dünner und vergisst keinen einzigen Sonnenbrand. Die Schäden zeigen sich dann oft 20 bis 30 Jahre später an vorzeitiger Hautalterung oder im schlimmsten Fall durch Hautkrebs. Greife auf jeden Fall zu speziellen Kinderprodukten. Diese sind wasserfest und besonders schonend für die Haut.

Wie wichtig ist der Sonnenschutz in der Tagescreme?

Pflege. Es kommt darauf an, wie lange man sich in der Sonne aufhält. Wenn du nur kurz draußen bist, benötigst du nicht unbedingt einen Lichtschutz in der Feuchtigkeitspflege. Allerdings verringert sich mit steigendem Lichtschutzfaktor nachweislich die Hautalterung (Faltenbildung, braune Flecken usw.). Langfristig gesehen minimiert sich auch das Hautkrebsrisiko.

Wird man mit SPF 50 noch braun?

Mit Vorsicht. Natürlich wird man mit SPF 50, bei geschlossener Wolkendecke oder im Schatten noch braun. Nur etwas langsamer, dafür aber länger anhaltend und viel hautschonender. Die meisten Menschen wünschen sich eine "gesunde Bräune". Bräunen ist aber ein Schutzmechanismus, der als Folge eines Schadens an der Haut auftritt. Es kann also nie richtig gesund sein.

Wie wichtig sind AFTER-SUN Produkte?

Cool down. Die Pflege nach dem Sonnenbad ist ebenso wichtig wie der Schutz währenddessen. Durch die UV-Strahlung wird die Haut stark beansprucht. Eine pflegende, beruhigende und feuchtigkeitsspendende After-Sun-Lotion hilft ihr, sich zu regenerieren.

Jasmin Altrock