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Die 5 größten Sonnenschutz-Mythen

Um die Haut auf die Urlaubssonne vorzubereiten, sollte man vorher ins Solarium. Ein Mythos, der sich bis heute hält. Die Expertin klärt die größten Sonnenschutz-Irrtümer auf!

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Sonnenschutz - Mythen

Wer in der prallen Sonne liegt, riskiert Hautschäden!

© shutterstock.com

Sonne wirkt sich nicht nur positiv auf unsere Laune, sondern auch auf unser Hautbild aus - insofern man gewisse Regeln befolgt. Leider gibt es Sonnenschutz-Irrtümer, die sich bis heute noch halten. Die Folge: Menschen freuen sich nach dem Urlaub über einen braunen Teint, riskieren aber Hautschäden wie Pigmentstörungen, frühzeitige Hauthalterung und im Extremfall auch Hautkrebs. Dermatologin Mag.Dr. Elke Janig von Kuzbari, dem Zentrum für Ästhetische Medizin in Wien klärt die größten Sonnenmythen auf!

1. Im Schatten bekommt man keinen Sonnenbrand

Im Schatten, vor allem am Strand oder am Pool reflektiert das Wasser 80 % der Sonnenstrahlung. Also auch hier besteht Sonnenbrandgefahr, wenn man nicht eingecremt ist. Achtung, auch der Schatten von Sonnenschirmen ist ganz unterschiedlich wirksam. Je nach Qualität des Stoffes lassen sie sogar bis zu 80% des Lichtes durch!

2. Je höher der Sonnenschutz, desto länger kann man in der Sonne bleiben

Der Sonnenschutzfaktor richtet sich nicht nach der geplanten Sonnenexposition, sondern nach dem Hauttyp. Je heller die Haut, desto höher muss der Schutz sein. Nach einer gewissen Zeit sollte nachgecremt werden. Bei einem LSF von 30 ist man wesentlich besser geschützt als bei einem Lichtschutzfaktor 10 und kann daher auch länger in der Sonne bleiben. Das ist kein Mythos.
Mindestens alle zwei Stunden sollte man jedoch wieder nachcremen, da sich der Schutz durch Schwitzen, Baden etc. verringert.

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3. Topfen hilft bei Sonnenbrand

Topfen ist zwar feuchtigkeitsspendend und wirkt kühlend, kann sich aber leider auch negativ auf den Sonnenbrand auswirken, weil die in der Milch enthaltenen Bakterien an der bereits gereizten Haut zu Entzündungen führen können. After-Sun Pflegeprodukte aus der Apotheke oder eine pflanzliche Aloe Vera Creme kühlen und beruhigen zugleich. Bei stärkeren Sonnenbränden empfiehlt sich die Konsultation beim Hautarzt.

4. Vorbräunen im Solarium schützt die Haut

Es ist zwar richtig, dass man mit einer Vorbräune nicht so schnell einen Sonnenbrand bekommt, das Bräunen im Solarium schadet der Haut allerdings durch die zusätzliche Portion UV. Gesünder ist es mit einem hohen Lichtschutzfaktor langsam braun zu werden. Im Solarium wird UVA-Licht verwendet, welches nur Pigmentvorstufen chemisch verändert, sodass die Haut dunkler aussieht. Man kann hier aber nicht von einer richtigen Sonnenbräune sprechen. Denn es fehlt die Produktion von mehr Pigment und die wichtige Entstehung der „Lichtschwiele“, also eine mikroskopische Verdickung der Haut, welche vor den UV-Strahlen schützt. Die gefährlichen UVB-Strahlen, welche für den Sonnenbrand und die Entstehung des Hautkrebs verantwortlich sind werden durch die falsche „Solariumbräune“ nicht aufgehalten.

5. Kleidung schützt die Haut vor der Sonnenstrahlung

Textilien schirmen die Haut effektiv von der UV-Strahlung ab - vorausgesetzt, sie sind dick genug und dicht gewebt. Achtung: Baumwolle absorbiert die UV-B-Strahlen, die Sonnenbrand auslösen, sehr schlecht, Gewebe aus Polyester gewähren dagegen einen relativ guten Schutz. Auch Farbe und Schnitt spielen eine Rolle: Weite und dunkle Kleidung schützt besser als enge und helle. Für Kinder gibt es spezielle UV-absorbierende Kleidung im gut sortierten Fachhandel. Diese ist absolut zu empfehlen.

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Thema: Pflege