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Sonnencreme: SO VIEL musst du wirklich auftragen!

Wie viel Sonnenschutz braucht man, um gut geschützt durch den Sommer zu kommen? Wir haben nachgefragt ...

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© Lancaster

Wenn’s um Mengenangaben für Sonnenschutz geht, wird gerne mal herumgeschwurbelt. Ein nussgroßes Stück? Bitte, welche Nuss?! Oder gleich einen Löffel voll? Wie jetzt – Tee- oder Esslöffel? Wir haben bei zwei Expertinnen nachgefragt, wieviel es wirklich braucht, um safe zu sein. Und das ist ... ganz schön viel!

Das ging ja ordentlich durch die … ähm Sonnendecke: Als Beauty-Influencerin Hanna Schumi sehr anschaulich zeigte, wieviel an Sonnencreme alleine schon ins Gesicht muss, um ausreichend geschützt zu sein, sind ein paar Sonnenanbeterinnen ganz schön blass um die Nase herum geworden.

Zugegeben, auch uns hat die vorgebebene Menge etwas überrascht: "Drei Finger dick. Mehr ist mehr!" Ja, das ist viel ...

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(c) Hanna Schumi

… muss aber sein! Denn: 80 Prozent unsere Hautalterung kommt von der Sonne. Also spart euch bitte in Zukunft eure "Du schaust so erholt & gebräunt aus. Warst im Urlaub?"-Sprüche.

»Zu viel UV-Strahlung lässt unsere Haut sehr schnell, sehr schrumpelig ausschauen.«

"Bitte heult dann nicht mit 45 und fragt mich, ob ich ein ganz natürliches Beauty-Produkt kenne, das gegen Falten hilft. Der Birkenextrakt wird’s nicht richten. Just sayin", richtet Schumi ihren Followern auf Instagram aus.

"So viel, bis es unangenehm ist!"

Dabei geht es nicht nur um Hautalterung. Die Zellschäden, die Sonnenbrände verursachen, sind enorm. Sie können im schlimmsten Fall Hautkrebs auslösen. Ja, Hautkrebs ist real. Weißt du, dass das Melanom die Krebstodesursache Nummer 1 ist bei Frauen zwischen 25 und 30? Und gleich auf Platz 2 bei Frauen zwischen 30 und 35! "Es kann jeden treffen. Je früher man diverse Schäden erkennt, desto besser ist das für die Krebsprognose per se. Lasst eure Haut einmal im Jahr anschauen, es kann jeden treffen. Mein jüngster Patient, der an Hautkrebs verstorben ist, war 24", erzählt Dermatologin Kerstin Ortlechner aus ihrer Praxis. Auch sie betont die enorme Bedeutung von Sonnenschutz. Die von Hanna Schumi empfohlene Menge von drei Finger dick findet sie genau richtig: "Ich zitiere da immer gerne Prof. Schwarz, der hat’s mal treffend auf den Punkt gebracht: So viel, bis es unangenehm ist. So viel Sonnenschutz solltet ihr auftragen."

Just do it!

Macht es jeden verdammten Tag, liebe Freundinnen der Sonne. Egal, ob es draußen grau ist oder nicht. UV-Strahlung gibt es 365 Tage im Jahr. Sonst würden unsere Zimmerpflanzen ja auch nicht wachsen, nur so als Beispiel. Beauty-ExpertInnen sind sich einig: "Wenn ihr keine Lampe braucht, um eure Zeitung zu lesen, dann braucht ihr Sonnenschutz." Alles klar?

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Jetzt musst du nur mehr herausfinden, welcher LSF (Lichtschutzfaktor) für dich passt, damit du weißt, wie lange du in der Sonne bleiben darfst. Aber auch das ist ganz easy: Wenn im Frühling die Sonne stärker wird und unsere Haut noch sensibel ist, unbedingt einen 50er LSF im Gesicht verwenden. Im Winter darf’s auch mal ein 20er sein, empfiehlt Hautexpertin Ortlechner. Es ist wichtig, die Eigenschutzzeit der Haut zu kennen – also jene Zeitspanne, in der die Haut der Sonne ohne Schutz ausgesetzt werden darf. Multipliziert mit dem LSF, erhält man so die unbedenkliche Verweildauer in der Sonne.