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Sonne, wir lieben dich, aber wir müssen uns schützen!

Hautalterung, Pigmentstörungen und Hautkrebs -wir wollen euch nicht den Spaß an der Sonne verderben. Aber Sonnenschutz war noch nie so wichtig wie jetzt. Wir verraten euch, worauf es beim Kampf gegen UV-Strahlen ankommt.

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Sonnenschutz
© istockphoto.com

Nach den kühlen Temperaturen der letzten Monate sehnt sich unsere Haut nach Sommer, Sonne und Vitamin D. Doch die heiße Jahreszeit kann zu einer Belastungsprobe werden, wenn man sich nicht gut genug darauf vorbereitet. Um sich nicht sofort der starken Sonneneinstrahlung auszusetzen, sollte man die ersten Tage im Schatten verbringen und die Mittagshitze (zwischen 11 und 15 Uhr) meiden. In der Regel geht man davon aus, dass man sich der Sonnenbestrahlung etwa 20 Minuten aussetzen kann, bevor die Haut rot wird. Das variiert jedoch je nach Hauttyp. Bei Personen mit heller Haut und blondem oder rötlichem Haar beträgt die sogenannte Eigenschutzzeit bis zu zehn Minuten. Dunklere Hauttypen können bis zu 40 Minuten ungeschützt die Sonne genießen. Während mineralische Sonnenschutz-Produkte die Sonnenstrahlen auf der Haut reflektieren und ihre Wirkung deshalb sofort entfalten, absorbieren chemische Lichtschutzfilter nach einer 20-minütigen Einwirkzeit die energiereichen UV-Strahlen und wandeln diese in Wärme um. Egal für welches Produkt Sie sich entscheiden, täglicher Sonnenschutz hat das ganze Jahr über Saison!

KLASSISCHER SONNENSCHUTZ Die Zeiten sind vorbei, als Sonnenschutzprodukte sich noch wie ein dicker weißer Film auf die Haut gelegt haben. Die neuen, leichten Sprays, Gels oder Sonnencremen lassen sich schnell und unsichtbar auf Gesicht und Körper verteilen, ohne ein klebriges Gefühl zu hinterlassen. Wir empfehlen ein Produkt mit Breitbandfilter, um sowohl gegen UVA-als auch UVB-Strahlen geschützt zu sein. Einige Cremes schirmen die Haut mit einer Kombination aus Antioxidantien und reflektierenden Stoffen wie Titandioxid sogar vor gefährlichen Infrarot-Strahlen ab, die besonders tief in die Haut eindringen können. Wer seinen Sommer zum Großteil im Wasser verbringt, sollte ein Produkt mit sogenannter "Wetforce-Technologie" verwenden. Darin stecken negativ geladene Ionen, die sich mit den positiv geladenen Ionen von Schweiß und Wasser verbinden und dadurch eine wasserabweisende Schicht bilden.

SONNENSCHUTZ FÜR KIDS Studien haben ergeben, dass 50 Prozent der durch UV- Strahlung verursachten Zellschäden bereits vor dem 19. Lebensjahr entstehen. Es lohnt sich also, Kinder schon von klein auf vor Sonne zu schützen, denn ihre Haut ist viel dünner als die von Erwachsenen. Der UV-Eigenschutz von Säuglingen und Kleinkindern muss sich in den ersten Lebensjahren erst entwickeln, deshalb sollten sie möglichst viel Zeit im Schatten verbringen und stets mit einem Breitband-Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Wichtig ist, die Creme bereits eine halbe Stunde, bevor man das Haus verlässt, aufzutragen und mindestens alle zwei Stunden nachzucremen. Das Produkt sollte sich gut verteilen lassen und schnell einziehen. Für das Gesicht eignen sich Cremesticks, ein Sonnenhut und eine Sonnenbrille. Achten Sie darauf, ein spezielles Sonnenschutz-Produkt zu verwenden, das keine Duftstoffe enthält und auf die Bedürfnisse empfindlicher Kinderhaut abgestimmt ist.


NEUE PFLEGETRENDS Die Beauty-Industrie hat sich in den letzten Jahren ganz schön was einfallen lassen, um Sonnenpflege-Muffel für sich zu gewinnen. Mittlerweile gibt es nicht nur Produkte zum Eincremen, Aufsprühen oder Rollen, sondern auch Puder zum Aufpinseln. Die natürlichen Transparent-Puder können jederzeit über Make-up oder Pflege aufgetragen werden und schützen zuverlässig vor UVA-und UVB-Strahlen. Pflege und Schutz in einem versprechen die neuen Sonnenschutz-Sprays, die gleichzeitig die Bräune verstärken und die Haut mit Vitamin A, E und Hyaluronsäure vor dem Austrocknen bewahren. Eine weitere Innovation am Markt sind transparente Sonnencremes in Stick-Form. Sie eignen sich vor allem für Sportliebhaber und können auch auf schwer erreichbaren Stellen wie Ohren und Fußsohlen angewendet werden, ohne Spuren zu hinterlassen. Dabei entsteht ein Schutzfilm, der auch bei Wasserkontakt und übermäßigem Schwitzen an Ort und Stelle bleibt.


AFTER-SUN-PFLEGE FÜRS HAAR
Unsere Haare machen im Sommer ganz schön was mit. Während sie bei starker Sonneneinstrahlung nicht nur ihre Farbintensität verlieren und ausbleichen, können Chlor-und Meerwasser diesen Vorgang sogar beschleunigen. Das hat zur Folge, dass das Haar austrocknet und seinen natürlichen Glanz verliert. Oft zeigen sich die entstandenen Schäden erst viele Wochen nach dem Urlaub. Damit dieses Problem gar nicht erst entsteht, braucht das Haar im Sommer besonders viel Pflege. Spezielle Produkte schützen vor UV-Strahlen und dem damit einhergehenden Feuchtigkeits-und Farbverlust. Erst beim Waschen werden Salz, Sand und Chlor gründlich entfernt. Der nachfolgende Conditioner ist ein Muss. Er stärkt die Haarstruktur und hat gleichzeitig feuchtigkeitsspendende Eigenschaften. Wer seiner strapazierten Sommer-Mähne zusätzlich was Gutes tun möchte, kann mehrmals pro Tag ein UV-Schutz-Spray aufsprühen.

AFTER-SUN Nach einem langen Tag im Freibad oder am Meer ist ein intensives After-Sun-Programm Pflicht. Es gibt nichts Schöneres, als abends Sand-, Salz-und Chlorwasser-Rückstände abzuwaschen und seine Haut danach mit ein paar kühlenden Beauty-Produkten zu verwöhnen. Spezielle Cremes, Lotions und Sprays geben ihr jetzt das, was sie am dringendsten braucht: beruhigende, feuchtigkeitsspendende und pflegende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure, Aloe Vera oder Mandelöl. Denn Sonne, Wind, Chlor-und Salzwasser können die Haut extrem austrocknen. Mit der richtigen Pflege wird das Regenerationssystem des Körpers gestärkt und der hauteigene Selbstschutz angekurbelt. Einige After-Sun-Produkte enthalten mittlerweile Formulierungen, die die Urlaubsbräune sogar um Wochen verlängern können. Für die Gesichtspflege sollte man nach dem Sonnenbaden kühlende After-Sun-Masken verwenden und sich tagsüber ein paar Spritzer eines erfrischenden Gesichtssprays gönnen.

SONNEN-MAKE-UP Die neuen Kompakt-Foundations und getönten Tagescremen kombinieren Sonnenschutz und Make-up in einem Produkt. Wer also Wert auf einen hohen Schutz und einen ebenmäßigen Teint legt, ist damit bestens beraten. Mattierende Puder-Foundations eignen sich vor allem bei übermäßiger Schweißproduktion und sind die perfekten Begleiter für kleine Touch-ups zwischendurch. Sollten Sie jedoch eine cremige Konsistenz bevorzugen, empfehlen wir, ein ölfreies Produkt zu verwenden, um die Talgproduktion in Schach zu halten. Für eine langanhaltende Grundierung können Sie vorher einen feuchtigkeitsspendenden Primer oder ein Serum auftragen. Damit hat man mit nur zwei Produkten seine komplette Pflege-und Makeup-Routine optimal abgedeckt. Einziger Nachteil: Die Farbauswahl bei Make-up-Produkten mit Lichtschutzfaktor ist noch ziemlich überschaubar.