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Yes, we tan!

Ob Beachfeeling oder Citytrip: Sonnenschutz darf auf keinen Fall fehlen. Aber wer braucht wo wieviel? Wir haben Tipps für Sonnenanbeter rund um den Erdball, damit du im Urlaub nicht rot siehst.

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Frau sonnt sich

Sonnenschutz nach Urlaubstypen.

© Corbis

Berge, Strand oder einfach doch nur gemütliches Balkonien? Die Urlaubsplanung ist voll im Gange und mit Bikini und Sandaletten wird gleich der richtige Sonnenschutz mitgeshoppt. Doch welcher Faktor ist der richtige für dich?

Einen gewissen Eigenschutz haben wir ohnehin - der reicht von zehn Minuten bei sehr heller Haut bis zu 30 Minuten bei mediterranen Typen. "Doch die Eigenschutzzeit der Haut wechselt stark mit der geographischen Breite. Im Mittelmeerraum vermindert sie sich um ca. 30 Prozent, in tropischen Ländern sogar um bis zu 50 Prozent“, erklärt Hautärztin Dr. Ulrike Mossbacher.

Und Dr. Olivier Doucet, Forschungsleiter bei Lancaster, ergänzt: "Auch der Schutz vor Infrarot-Strahlen ist wichtig. Die dringen durch ihre kurze Wellenlänge nämlich auch in tiefe Hautschichten ein und lösen dort langfristig Schäden aus.“

Frau sonnt sich
Urlaub am Strand bedeutet einen höheren Lichtschutzfaktor.

Worauf du bei deinem Sommerurlaub achten solltesr, und welcher Sonnenschutz für die verschiedenen Destinationen besonders geeignet ist:

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Am Strand: Wenn du im Urlaub gern am Meer liegst und die Seele baumeln lässt, verwende unbedingt einen höheren Lichtschutzfaktor (LSF) ab 30. Zum einen verringert sich die Eigenschutzzeit in südlichen Ländern beträchtlich, zum anderen erhöht die Reflexion des Wassers die UV-Strahlung zusätzlich. "Regelmäßig Nachcremen ist hier besonders wichtig. Sand, Wasser und Schweiß mindern den Sonnenschutz,“ erklärt Dr. Doucet. "Am besten spezielle Sonnenlotions, die auch auf nasser Haut aufgetragen werden können, verwenden. Und für Sonnenschutzmuffel gibt es ganz leicht zu benutzende Sprays mit beinahe unsichtbarer Textur“

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Urlaub auf Balkonien: Auch wenn du dieses Jahr nicht in die Ferne schweifst - der Sonnenschutz darf auch in unseren Breitengraden nicht zu kurz kommen. Dr. Mossbacher rät: "Vermeide auch in Österreich den Aufenthalt in der prallen Sonnen zwischen 11.00 Uhr und 16.00 Uhr, da um diese Zeit die UV-Belastung am höchsten ist.“ Sonnenschirm oder -segel schützen relativ gut vor UV-Strahlen. Für die Sonnenstrahlen, die ihren Weg trotzdem bis zu unserem Körper finden, reicht LSF 15. Höher muss er dann werden, wenn Sie z.B. bei Gartenarbeit mehr im Sonnenlicht sind.

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Ferien auf dem Berg: Je höher hinaus es geht, desto stärker wird die UV-Belastung, wie Dr. Mossbacher weiß: "Als Faustregel gilt: Alle 1000 Höhenmeter verstärkt sich die UV-Strahlung um 15 Prozent“. Für das Mittelgebirge (bis 2500 m) reicht LSF 30, in höheren Regionen sollte man zu LSF 50 greifen. Besonderes Augenmerk gilt hier sonnenexponierten Stellen wie Nase, Ohren und Lippen!

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City-Trip: Du gehst gern auf Entdeckungstour? Achte dabei auf langärmelige, leichte Kleidung.Kopfbedeckung und Sonnenbrille sind empfehlenswert. Denn gerade in der Stadt vergisst man öfter auf den Sonnenschutz bzw. hat man keine Lust, große Tuben herumzuschleppen. Deshalb schon in der Früh eincremen - freibleibende Stellen wie Gesicht, Unterarme, Nacken und Fußrücken mit LSF 30.

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Kreuzfahrt: Seefahrer müssen sich besonders gut schützen, denn durch das Wasser wird die UV-Strahlung zusätzlich verstärkt. Am Boot sollte man darum immer zu LSF 50 greifen. Auch Kopfbedeckung und Sonnenbrille, vor allem in der Mittagshitze, sind ein Muss. UV-beständige Kleidung schützt zusätzlich. Für besonders empfindliche Hauttypen empfehlen sich dunkle, engmaschig gestrickte Teile.