Ressort
Du befindest dich hier:

Sonnenschutzmittel im Test!

Beim Kauf von Sonnenschutzmittel hat man die Qual der Wahl. Doch bieten teure Produkte besseren UV-Schutz und Pflege, als günstige? Das Ergebnis ist erstaunlich!

von

Sonnencreme im Test 2015

Regelmäßig und ausreichend eincremen ist das A und O!

© istockphoto.com

Alle Jahre wieder stehen wir vor den Regalen in der Drogerie und starren auf die vielen Sonnenschutzmittel. Die Preise variieren dabei ganz beachtlich. Und weil man auf Nummer sicher gehen möchte, nimmt man letztendlich lieber das teurere Produkt. Denn günstig sind die Sonnencremen und -Lotions meist nicht. Doch bedeutet teuer automatisch besser? Konsument hat 17 Produkte mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30 und 50 getestet.

Getestet wurden 9 Sprays, 6 Milchpräparate, eine Lotion und ein Gel. Die Preise variieren zwischen 1,60 Euro und 20,20 Euro. Getestet wurden die Produkte auf UVA- und UVB-Schutz, Feuchtigkeitsanreicherung, Anwendung, Qualität und Anwendungshinweise.

Hoher Preis - Hohe Qualität?

Das Testergebnis hat ergeben, dass ein hoher Preis kein Garant für die Qualität eines Sonnenschutzmittels ist. Unter den Produkten mit der besten Gesamtnote befinden sich gleich mehrere günstige Präparate vom Diskonter. Im Gegenzug erhielten zwei hochpreisige Produkte eine "nicht zufriedenstellende" Beurteilung.

Testsieger mit 78 von 100 möglichen Punkten

Testsieger: Douglas Sun von Douglas, LSF 30, ca. Euro 12,95 (200ml)
Testsieger: Cien Sun von Lidl, LSF 30, ca. Euro Euro 2,29 (100ml)
Testsieger: My body von Bipa, LSF 30, ca. Euro 3,95 (100ml)
Testsieger: Today Sun von Penny, LSF 30, ca. Euro 3,99 (200ml)

Knapp dahinter landete mit 76 Punkten und einer ebenfalls guten Bewertung das hochpreisigere Markenprodukt von La Roche-Posay (mit 17,90 Euro pro 100 ml). Alle diese Produkte sorgen nicht nur für einen guten Schutz vor UV-Strahlung, sondern reichern die Haut auch sehr gut mit Feuchtigkeit an. Letzteres schafft sonst nur noch der pflegende Sonnenspray von Nivea.

Als „nicht zufriedenstellend“ wurde dagegen ausgerechnet das teuerste Produkt im Test eingestuft: die Sonnenlotion für sensible Haut von Eco (20,20 Euro pro 100 ml). Der Grund für die schlechte Bewertung waren Mängel beim UVA-Schutz. Auch die Tiroler Nussöl Sonnenmilch original erhielt ein „nicht zufriedenstellend“. Ausschlaggebend war in diesem Fall die mikrobiologische Qualität: Das Produkt war zum Zeitpunkt des Tests bereits verdorben. Laut Angabe des Herstellers wird diese Sonnenmilch mit LSF 50 aus dem Sortiment genommen. Es befinden sich nur noch Restbestände mit kleinen Stückzahlen im Handel.

Sonnenmilch, Spray oder Gel?

„Gleich ob Sonnenmilch, Spray oder Creme-Gel – für jedes Sonnenschutzmittel gilt, dass nur das Auftragen einer ausreichenden Menge einen entsprechenden Schutz bietet. Ein Erwachsener benötigt in etwa die Menge von drei Esslöffeln, um den angegebenen Lichtschutzfaktor zu erreichen", informiert Christian Undeutsch vom VKI (Verein für Konsumenteninformation). „Dabei ist es grundsätzlich unerheblich, in welcher Form das Mittel angewandt wird. Der Vorteil einer Milch oder einer Lotion besteht vor allem darin, dass sich die notwendige Menge gut abschätzen lässt. Bei Sprays fällt die Dosierung dagegen oft zu gering aus. Darüber hinaus lässt sich beim Einsprühen kaum vermeiden, dass kleine Partikel, sogenannte Aerosole, in die Atemwege gelangen. Vor allem für Kinder sind Sprayprodukte daher eher nicht zu empfehlen.“

Thema: Pflege