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Abschalten im Spa-Hotel. Und die Kinder? Kommen einfach mit …

Geht das? Wellnesshotel und Familienresort in einem? Aber ja, sind sich Andrea und Andreas Herbst sicher. Auf ihrer Riederalm im Salzburger Leogang haben sie ein außergewöhnliches Refugium geschaffen.

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Abschalten im Spa-Hotel. Und die Kinder? Kommen einfach mit …
© Riederalm/ michael huber I huber-fotografie.at

„Mir war schnell klar, dass das genau das Richtige für mich ist“, erinnert sich Andrea Herbst an ihre Anfänge als Gastronomin. Damals war sie 18, ging noch zur Schule und verliebte sich in Andreas. Seine Eltern führten ein gut gehendes Restaurant und Ferienwohnungen in Leogang. Ihr Plan: daraus einen Hotelbetrieb zu starten.

Andrea maturierte ein Jahr später und stieg in das Unternehmen ein: „Meine Aufgabe war in erster Linie die Rezeption und Kommunikation nach außen.“ Es funktionierte ausgezeichnet, auch das Verhältnis zu den Schwiegereltern war immer spannungsfrei: „Sie waren und sind nach wie vor sehr offen für neue Ideen.“ Nur auf ihren Andreas musste die heute 33-Jährige anfangs verzichten. Der begnadete Koch wollte sich fortbilden, ging zu Spitzengastronom Mario Lohninger nach Frankfurt: „Über ein Jahr führten wir eine Fernbeziehung. Aber wir haben das sehr gut gemeistert und sind einfach hin und her geflogen.“

Mit dem Heiraten haben sie sich hingegen Zeit gelassen, erst vor drei Jahren besiegelten sie ihren „Bund fürs Leben“. Drei Kinder hat das Paar, Juliana, 7, Laurenz, 4 und Frida, 8 Monate. „Sicher haben wir manchmal ein schlechtes Gewissen, zu wenig Zeit mit ihnen zu verbringen. Der Betrieb fordert natürlich enorm. Aber irgendwie geht sich alles aus. Die Großen gehen vormittags in Kindergarten und Schule. Frida schläft dann bei mir in der Rezeption. Nachmittags wechseln mein Mann und ich uns in der der Betreuung der Kinder ab.“

Die Nachfolge scheint auch schon gesichert. Zumindest zeigt Juliana Ambitionen fürs Hotelgewerbe. Andrea erzählt stolz: „Sie hilft jetzt schon extrem gerne mit, vor allem im Service.“ Sie selbst wusste in diesem Alter noch nicht so genau wo es einmal hingehen sollte: „Eine Zeit lang wollte ich Lehrerin werden. Aber ich vermisse heute gar nichts. Nur manchmal wäre es schön, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen. Auszeiten müssen aber sein: „Dann gehen wir Skifahren, im Sommer Radfahren oder fahren auf Urlaub. Die Schwiegereltern sind dann im Betrieb voll im Einsatz.“

Wellness-Hotel UND Familienresort

Ab 23. April schließt das Hotel für vier Wochen. Allerdings steht kein Urlaub am Programm, stattdessen wird das Hallenbad vergrößert und ein Kleinkindbereich eingerichtet. Dass das Konzept Wellness-Hotel in Verbindung mit Familienresort aufgegangen ist, verwundert nur auf den ersten Blick.

Ruhesuchende Pärchen kommen bei den Herbsts genauso auf ihre Kosten wie Familien: „Wir haben den Kinder- und Erwachsenenbereich komplett getrennt. Im 1. Stock ist das Spa für Erwachsene mit Sauna, und Thermalpool. Im 4. Stock können sich die Kleinen im großen Schwimmbad mit Wasserrutsche, Babypool und Familiensauna austoben.

Selbst beim Abendessen achtet man auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Gäste. Paare dinieren in einer separaten Stube. „Es gibt wenig Berührungspunkte.“ Im Familienspeisesaal ist der Spielraum gleich anschließend: „So können die Eltern in Ruhe ihr 5-gängiges Abendessen genießen.“

Und das sollten sie auch, denn Koch Andreas Herbst zaubert Köstliches auf die Teller: „Dass da alles stimmt und hochwertig ist, ist eines unserer Hauptanliegen. Alle Spezialitäten sind regional. Umliegende Bauern liefern uns von den Kartoffeln über das Fleisch bis zum Fisch ihre Produkte.“

Mehr Infos auf riederalm.com.

Themen: Wellness, Reise