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Sparen mit 40

Die 40er-Jahre sind eine Lebensspanne, in der nicht selten Umbrüche stattfinden. Leider nicht immer angenehme. Manche Frauen leben von ihren Partnern getrennt und müssen als AlleinerzieherInnen halbwüchsiger Kinder klarkommen. Es ist nicht einfach, für das finanzielle Auskommen auch noch einen Vollzeitjob zu stemmen und finanzielle Rücklagen zu schaffen. Vielleicht hat man aber auch nach der Geburt des oder der Kinder eine längere Jobpause eingelegt oder war lange nur teilzeitbeschäftigt. Dann fällt der Wiedereinstieg in eine 38-Stunden-Beschäftigung nicht leicht. Viele stecken gehaltsmäßig sogar zurück, um überhaupt einen Job zu bekommen.


Sparen mit 40
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Trotz allem: Sparen geht immer, meint Finanzmanagerin Larissa Kravitz. Hilfreich ist, sich einen Überblick über die Einnahmen und Ausgaben zu schaffen und über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten jede noch so kleine Ausgabe in einem Haushaltsplan festzuhalten, selbst den Coffee to go um drei Euro. Denn auf fünf Mal in der Woche hochgerechnet, ergibt das schon 60 Euro, die man auch sparen könnte. „Es geht oft nicht um die Leistbarkeit des Sparens, sondern vielmehr um den Willen, für mich selbst etwas aufzubauen“, ist die Expertin überzeugt.

Nur nicht weiter aufschieben. Andererseits gibt es in dieser Altersgruppe jene Frauen, die langsam in eine Entspannungsphase treten. „Wer finanziell solider aufgestellt ist, kann jetzt das Investment maximieren“, rät Kravitz. „Dabei ist es wichtig, auf Diversifizierung, also Streuung, zu achten. Ideal ist ein Portfolio aus Aktien-ETFs, Immobilien und Gold. Möchte man sich aktiv mit seinen Investments beschäftigen, sollte man Einzelaktien dazunehmen oder mittels Crowdfunding in Start-ups investieren.“ Und nur nichts aufschieben, denn wer weitere zehn Jahre wartet, ehe er mit dem Sparen beginnt, hat es noch deutlich schwerer.“