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Sparen mit 50

Zehn bis 15 Jahre haben Frauen in dieser Lebensspanne noch bis zu ihrem Pensionsantritt. Wer bis jetzt nicht gespart hat, wird sich etwas schwerer tun, um noch Geld zur Seite zu legen. Was zahlt sich noch aus?


Sparen mit 50
© Freepik

Vor allem möchte man ja langsam kürzertreten. „Eine Balance zwischen Genießen und Sparen ist wichtig. Man sollte ruhig überlegen, welche Ausgaben die meiste Freude bringen. Für manche sind es Reisen, für andere Luxusessen, für andere Kultur“, sagt Finanzexpertin Larissa Kravitz. In diesem Bereich könne man sich gezielt das Beste gönnen. „Andererseits sei es wichtig, weiterhin für eine Absicherung diszipliniert zu bleiben.“ Kravitz ist überzeugt, dass die Anschaffung von Wohneigentum für die Pension sehr wichtig ist. „Mit 50 hat man noch die Möglichkeit dazu, denn steigende Mieten sind ein enormer Treiber von Altersarmut“, rät Kravitz. Falls man eine Immobilie besitzt, die noch nicht abbezahlt ist, unbedingt verfügbares Vermögen in die Tilgung der Hypotheken fließen lassen, denn nichts rechnet sich besser als die Vermeidung von Schuldzinsen, auch wenn diese derzeit auf einem Niedrigstniveau sind.

Immobilien sind Goldes wert. Vielleicht ist nach dem Auszug der Kinder das Eigenheim zu groß geworden, und man überlegt eine Vermietung. Zahlt sich das aus? Das kommt auf das Objekt an, auf die Lage, den Preis, Zustand, die erzielbare Miete und den Wohnungsmarkt vor Ort. Also sorgfältig prüfen. Unbedingt auch den Aufwand bedenken: Denn für jede Wohnung muss man Nebenkostenabrechnungen erstellen, Reparaturen erledigen, Mieterwechsel managen. Wer das nicht einer Verwaltung in Auftrag geben möchte (kostet etwa fünf Prozent der Einnahmen), verbringt damit womöglich viele Stunden. Und es gibt keine Gewähr, dass nicht auch die attraktivste Wohnung ein paar Monate leer steht oder eine größere Reparatur den Ertrag mehrerer Jahre aufzehrt.