Ressort
Du befindest dich hier:

Mit dieser App könnt ihr eure Rechnungen auf Reisen leichter teilen

Splitwise heißt die geniale App, die uns das lästige Rechnen auf Reisen ersparen soll. Wir haben die App für euch getestet und Spoiler: für gut befunden!

von

Splitwise
© iStock

Für Mathe-"Genies" wie mich ist das ständige Rechnen auf Reisen mit Freunden der blanke Horror. Meistens halte ich mich aus allem raus und sage Sätze wie: "Das wird schon passen. Sagt mir am Ende einfach, was ihr von mir bekommt". In den meisten Ländern kann man nämlich in Bars und Restaurants nicht – so wie in Österreich üblich – extra bezahlen. Die Servicemitarbeiter legen die Rechnung auf den Tisch und alle legen das Bargeld auf das mitgelieferte Tablett. Problem: Niemals hat jeder alles genau auf den Cent parat. Also zahlt meistens eine oder einer mit Karte und die Beträge werden sporadisch mitnotiert. Und das Uber- oder Taxigeld muss ja auch noch irgendwie gerecht aufgeteilt werden, denn: gute Freunde, strenge Rechnung! Am Ende der Reise sitzen dann fünf erschöpfte Menschen zusammen, die Handy-Rechner glühen und Leute wie ich verstehen ihr Leben nicht mehr. Also habe ich bei meiner letzten Städtereise eine App getestet, die uns unser Finanz-Management erleichtern soll. Splitwise heißt die App, die uns das mühsame Rechnen und Gegenrechnen ersparen soll.

Wie funktioniert die App?

Das Prinzip ist sehr einfach: Man fügt alle Teilnehmer zu einer Gruppe hinzu, gibt die Beträge einfach ein und die App rechnet alles von selbst aus. Am Ende bekommt man eine Liste, wer wen welchen Betrag schuldet, bereits gegengerechnet d.h. wenn meine Freundin mir 10 Euro schuldet und ich ihr 20, dann teilt mir die App mit, dass ich ihr am Ende noch 10 Euro schulde.

Splitwise - Anleitung

Wenn nicht alle Gruppenteilnehmer die App downloaden möchten, können die Beträge am Ende per Mail verschickt werden. Bei meiner letzten Städtereise mit vier Freunden, wurde eine meiner Mädels zur Administratorin auserkoren. Als ersten Schritt muss die Gruppe mit allen Namen erstellt werden. Danach wird entweder ein Gesamtbetrag eingegeben, der dann durch alle Gruppenteilnehmer gleichmäßig aufgeteilt wird oder aber einzelne Beträge in die Liste hinzugefügt. Diese Funktion kann zum Beispiel genutzt werden, wenn sich die Beträge im Restaurant erheblich voneinander unterscheiden und man nicht die ganze Rechnung einfach durch 5 teilen will. Die einzelnen Beträge können natürlich auch benannt werden z.B. Zugkarte Flughafen. So behält man leichter die Übersicht.

Natürlich kann die App von allen Gruppenteilnehmern runtergeladen werden. So könnte zum Beispiel jede Person die Beträge eintragen, die sie übernommen hat. Unter "Letzte Aktivitäten" lässt sich genau nachvollziehen, wer zuletzt etwas eingetragen hat. Es können auch Fotos von Rechnungen und Notizen hinzugefügt werden. Ein weiteres Feature, was durchaus praktisch ist, ist die Aufteilung zwischen einzelnen Personen d.h. auch wenn fünf Personen in der Gruppe sind und sich z.B. nur drei Leute eine Rechnung geteilt haben, kann dies auch extra ausgerechnet werden. Am Ende kann man in der Gruppenbilanz sehen, wer wen was schuldet. In der Farbe Orange sind die Schulden und in Türkis die Leihbeträge vermerkt – alles bereits gegengerechnet. Wenn der Betrag gezahlt wurde, drückt man auf "Schulden begleichen" und die Leiste verschwindet. Ansonsten kann man die Person auch durch den Button "Erinnern" darauf hinweisen, dass das Geld noch ausständig ist. Die Ausgaben können übrigens auch mit einem Symbol versehen werden – zum Beispiel einem Auto für eine Taxifahrt.

Fazit

Die App ist in der Handhabung extrem einfach und zudem sehr übersichtlich gestaltet. Man behält durch die verschiedenen Ansichten nicht nur einen guten Überblick, sondern es ist auch für Mathe-Nulln wie mich sofort klar, wie die Beträge zustande gekommen sind. Die App kann aber nicht nur im Kurzurlaub mit Freunden eingesetzt werden, sondern ist ebenso perfekt für jede Wohngemeinschaft oder auch am Arbeitsplatz, wo sich vielleicht einige zusammen Essen bestellen. Man erspart sich das lästige Mitschreiben auf Schmierzetteln oder im Handy und das anschließende Kopfzerbrechen. Die App ist außerdem sehr intuitiv und verständlich aufgebaut, denn wenn es etwas gibt, dass ich noch mehr hasse als Mathe, dann ist es an technischen Dingen herumzutüfteln, weil sie nicht auf Anhieb funktionieren.

Thema: Reise