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Redakteurinnen testen Fitness-Tools

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In der aktuellen Ausgabe stellen fünf Redakteurinnen coole Fitness-Tools vor. Auf WOMAN.at berichten sie im Detail, was man mit den Geräten alles machen kann und was sie wirklich bringen.


Bowflex Max Trainer M5: Euke Frank, 48 © Bild: WOMAN

Bowflex Max Trainer M5: Euke Frank, 48

Eigentlich bin ich ja sportlich. Wirklich!

Bloß hab ich kaum Zeit dafür …

Seit Jahren stehe ich daher vor folgendem Problem: Wie kann ich meine Lust an der Bewegung, meinen Wunsch nach mehr körperlichem Wohlgefühl und natürlich mehr Muskeln mit meinem knappen Zeitbudget vereinbaren?

Dabei wäre natürlich eine Sportart am effektivsten, die gleich mal mit einem Schwung den ganzen Körper und nicht nur einzelne Muskelpartien trainiert. Und wenn man sich auch noch was vom Christkind wünschen darf: bitte eine raffinierte Kombination von Ausdauer- und Krafttraining. Ein Trainingsgerät also, das einer eierlegenden Wollmilchsau gleichkommt.

Das Wundergerät, das ich nun über vier Wochen lang getestet habe, heißt Bowflex Max Trainer M5.

Es kombiniert auf ausgeklügelte Weise die Bewegungsform eines Steppers mit einem Crosstrainer und einem Arm-Trainingsgerät.

Das Gerät verspricht mit einem minimalen Zeitaufwand von 14 Minuten täglich 3-5 mal pro Woche bereits erste sichtbare Ergebnisse nach wenigen Tagen.

Mein erstes Training

Ich bin immer gerne gelaufen, habe eine ganz gute Kondition – aber das erste Training hat mich wirklich geschlaucht. Gestartet habe ich gleich mal mit dem Max-Intervalltraining. Dabei wechselt man zwischen intensiver Belastung und ruhigeren Erholungsphasen. Beide Segmente werden in acht Durchläufen wiederholt. Auf dem sehr übersichtlichen Monitor (der ein bisschen aussieht wie in einem Cockpit einer Flugmaschine) wird der Zielverbrauch des Intervalltrainings angezeigt. Das motiviert enorm, denn es beschreibt sekündlich, wie lange man die (wirklich) anstrengenden Phasen noch durchhalten muss.

14 Minuten vergehen erstaunlich schnell – da lohnt es fast gar nicht dabei auch noch fernzuschauen. Und da man ja bei den Intensivphasen enorm in die Pedale tritt, will man sich eigentlich ganz und gar seinem Körper widmen. Auch dieser Umstand hat mich beflügelt. Man kümmert sich 14 Minuten nur um jeden Muskel, um die Bewegungsabläufe, steckt all seine Energie in dieses (kurze) Training.

Die Oberarme werden, je nachdem an welcher Stelle man die Armhebel drückt und von sich schiebt, ebenso trainiert.

Das Benutzerhandbuch beschreibt detailliert und sehr übersichtlich die vielen verschiedenen Trainingsmöglichkeiten. Der "Bordcomputer" bietet eine Vielzahl an Einstellungen: vom Smart- und Standardtraining bis hin zum Fettverbrennungsprogramm und einem Fitnesstest.

Bereits am Morgen nach meinem ersten Training hatte ich das Gefühl, dass der Körper mehr innere Spannung hat. Nach nur drei Trainingseinheiten merkt man bereits erste Ergebnisse. Ich habe in der ersten Woche täglich trainiert. Der Po und die Beine sind akzentuierter, die Spannkraft ist größer und überhaupt fühlt man sich irgendwie "aufrechter" und kraftvoller.

Nach vier Wochen und zumindest vier Einheiten pro Woche, ist das Ergebnis deutlich sichtbar: Der Körper ist definierter, ich schaffe die volle Distanz ganz locker und sehe danach nicht aus, als wäre ich kurz vorm Kollabieren.

Für alle, die wissen wollen, ob man damit auch abnehmen kann: Nach diesem ersten Monat sind fast drei Kilo weg – ein angenehmer Nebeneffekt. Was aber viel besser ist: Man fühlt sich psychisch ausgeglichener, weil man sich eben regelmäßig bewegt.

Viele schaffen, das in ihren Alltag einzubauen. Für mich ist Sport wie ein Termin geworden. Leider in den letzten Jahren einer, den ich schnell mal gecancelt habe, wenn es zeitlich eng wurde.

Bei 14 Minuten Trainingseinheit fallen einem beim besten Willen keine Ausreden mehr ein – das schafft man locker, auch nach einem anstrengenden Tag. Skurrilerweise freut man sich irgendwann auf die tägliche Dosis "Foltergerät".

Bowflex Max Trainer M5 um 2.199 Euro über sport-tiedje.at