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3 europäische Städte, die du auf dem Radar haben solltest

Paris, London, Madrid, Rom: Alles schon gesehen. Wir verraten dir 3 neue europäische Trend-Destinationen, die du bis jetzt nicht am Reise-Radar hattest.

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3 europäische Städte, die du auf dem Radar haben solltest
© Instagram/eskimo

Es gibt schon gute Gründe, warum Paris, Mailand, Rom, Madrid oder Berlin zu den beliebtesten Reise-Zielen in Europa zählen. Es sind wunderschöne, aufregende Städte. Aber irgendwann will man mal etwas anderes sehen, eine Stadt erobern, die man noch nicht von tausenden Instagram-Fotos kennt, die nicht von Touristen überlaufen und überteuert sind...

Wozu habt ihr uns? Richtig! Damit wir euch zeigen, wo es genau solche Orte gibt!

Diese 3 Städte waren bislang ziemlich wahrscheinlich nicht auf deiner Liste für einen Kurz-Trip. Sollten sie aber!

1. RIGA, LITAUEN

Noch haben nicht zu viele Touristen Riga entdeckt – weshalb du unabhängig von der Saison entspannt durch die pastellige Altstadt wandern kannst, die zum Weltkulturerbe gehört. Wer Schmuck liebt (und wer tut das nicht?!), kann sich in Riga mit wunderschönen Teilen aus Bernstein eindecken. Als eine der großen natürlichen Ressourcen der baltischen Länder kannst du an fast jeder Ecke Bernstein-Schmuck besorgen. Achte aber - so wie bei Juwelen - auf Qualität. Guten Aufschluss geben eine reine Farbe und die Klarheit des Steins.

Wie in vielen osteuropäischen Ländern ist die lettische Küche deftig und lecker. Strudel, gefüllt mit Fleisch und Kartoffeln, Erbsen mit Speck, Graupensuppe und Aufläufe aus Buchweizen (griki) und Gerste (grūbas) prägen die Speisekarte des Hausgemachten. Aber die Restaurant-Szene ist lebendig - du bekommst hier auch Molekular-Küche auf Haubenniveau, dazu boomen vegetarische Restaurants. Einen Besuch dringend wert ist der Zentralmarkt in Riga. In den fünf großen Markthallen aus den 1930er-Jahren, für sich schon Sehenswürdigkeiten, biegen sich die Tische: In der Gemüsehalle gibt es auf verschiedenste Art eingelegte Salz- und Essiggurken, das Sauerkraut ist in Rot und Weiß dick aufgehäuft, daneben eingelegter Knoblauch, Pilze und Rote Bete.

Ein Muss bei einem Trip nach Riga ist auch der Besuch der Nationalbücherei. Ein unglaublicher Bau für über fünf Millionen Bücher, der von den Letten auch "Gaismas pils", also "Schloss des Lichts genannt wird.

2. BERGEN, NORWEGEN

Ein Tipp für Profis: Flieg' nicht direkt nach Bergen. Ja, die Flugreise von Oslo bis in Norwegens zweitgrößte Stadt ist so kurz, dass du nicht mal einen Power-Nap machen kannst. Aber du wirst eine der schönsten Zugreisen Europas verpassen. Pure Instagram-Perfektion, die sich direkt in Bergen dann fortsetzt. Stell' die Kamera deines Smartphones auf Panorama-Funktion und nimm die Fløibanen-Seilbahn bis zu einem der vielen Hügel, die die Hafenstadt umgeben. An einem klaren Tag gelingen die fantastische Bilder. Oder du mietest dir ein Auto zu den Fjorden, wo die Flut dramatisch gegen die Klippen stürmt. Aber Achtung: Schlechtes Wetter ist in Bergen nichts Ungewöhnliches. Der Himmel über Norwegens zweitgrößter Stadt ist oft grau.

Aber nicht nur landschaftlich ist Bergen ein Traum, auch die Stadt selbst hat einiges zu bieten. An der Wasserseite stehen die Holzhäuser mit bunten Fassaden, vor denen deutsche Kaufleute der Hanse seit 1360 für vier Jahrhunderte ihren Handel trieben. Dahinter erstreckt sich ein Labyrinth kleiner Gassen. sondern auch für all jene, die Musik lieben und den Abend gerne bei coolen Konzerten verbringen. In fast jeder Bar und in den Clubs finden allabendlich Live-Gigs ausgezeichneter Bands und Musik-Projekte statt. Alkohol ist leider teuer – und an Tankstellen oder in Schnellimbissen wird man vergeblich nach einer Flasche Bier suchen, denn der Verkauf von alkoholischen Getränken unterliegt in Norwegen strengen Beschränkungen. Wein und Spirituosen dürfen nur in den Geschäften des Vinmonopolet verkauft werden.

Was die Küche betrifft, werden Fischliebhaber in Bergen glücklich werden. Vom "Klippfisk", gekochtem Stockfisch mit Salzkartoffeln, Karotten, zerlassener Butter und Petersilie, bis zum "Ovnsbakt laks" (mit Porree, Sellerie und Möhren gefüllter Lachs, mit Salz und Knoblauchpfeffer in Folie gebacken) oder Austern zum Lunch - alles frisch, alles toll!

3. UTRECHT, NIEDERLANDEN

Wenn dir Amsterdam zu überlaufen ist, dann empfehlen wir dir Utrecht als Alternative. Nur eine halbe Stunde Zugfahrt von der niederländischen Hauptstadt entfernt, aber dasselbe schöne und entspannte Flair mit zahlreichen Kanälen, die man mit einem Bootsausflug am besten erlebt. Ebenfalls ein guter Weg, um Utrecht zu erkunden ist per Rad, das man an jeder dritten Ecke leihen kann. Erarbeite dir deinen Appetit, indem du auf den Utrechter Dom steigst. Kurz nachdem David Bowies Tod bekannt wurde, spielten die Glocken des Kirchturms "Space Oddity" als Tribut für den großen Sänger. Cool, nicht wahr? DOMunder ist ein einzigartiges Besucherzentrum unter dem Dom, wo du wie ein Archäologe die dort verborgene 2000 Jahre alte Geschichte bewundern kannst.

In Sachen Ernährung ist Utrecht ein Paradies für Liebhaber kalorienreicher, aber hyperleckerer Küche. Oliebollen (eine Art Donut, die frisch herausgebacken in Papiertüten mitgenommen werden), "Bitterballen" (Fleischbällchen) oder "Frikandel" (eine deftige Wurst, die frittiert wird) zählen zu den Standards, die man an jeder Ecke bekommt. Pflicht ist natürlich die Mitnahme eines original Gouda-Kaas.

Thema: Reise