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Stärken Sie Ihr Immunsystem

Sagen Sie heuer Immunsystem.


Stärken Sie Ihr Immunsystem
© Corbis

Energie tanken
Einer der größten Feinde unserer Abwehr ist Stress . So konnten Forscher nachweisen, dass eine lang anhaltende seelische Belastung den Anteil des Stresshormons Cortisol im Körper steigen lässt. Dies wiederum behindert die Arbeit des Immunsystems. So sind Menschen, die ständig hohen Anforderungen ausgesetzt sind – im Job oder in der Familie –, erheblich anfälliger für Infektionen. Wer sich häufig gestresst fühlt und schlecht abschalten kann, sollte lernen, damit besser umzugehen. Dabei kann man sich professionelle Hilfe holen.

Darm fit halten
Schwächelt der Darm, verliert das gesamte Immunsystem an Stärke. Immerhin spielen sich dort etwa 80 Prozent der für die Abwehr so wichtigen Prozesse ab. Verstopfung, Blähungen , aber auch unreine Haut und Müdigkeit sind Signale, dass unser bis zu neun Meter langes Organ Unterstützung braucht. Studien belegen, dass ihm tägliche Probiotika (z. B. in Joghurt) helfen – die Mikroorganismen bauen die natürliche Darmflora auf. Belebend wirken auch ballaststoffreiche Ernährung (z. B. Gemüse, Vollkornprodukte), reichlich Flüssigkeit und moderate Bewegung.

Mantra sprechen
Diese einfache Strategie senkt das Stresslevel im Nu, so das Ergebnis einer Studie des San Diego Health Care System. In Wohlfühlsituationen, etwa beim Baden, immer wieder einen nicht zu langen Satz – z. B. „Es geht mir gut“ – wiederholen. Das Gehirn speichert irgendwann diese Worte unter „Relaxen“ ab. Wiederholt man sie in Stress-Situationen, beruhigen sie ganz automatisch.

Melodien trällern
Singen und Musik hören wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus, weil es das Immunglobulin A freisetzt, einen Antikörper, der hauptsächlich in den externen Körperflüssigkeiten vorkommt und dort eine bedeutende Abwehrbarriere gegen Krankheitserreger bildet. Wer also einfach vor sich hinträllert, stärkt besonders die oberen Atemwege.

Beauty-Kur mit Gesund-Effekt
Gute Durchblutung heißt gute Abwehr – damit die Formel greift, in der kalten Jahreszeit öfters in die Sauna oder Infrarotkabine gehen und danach kalt duschen. Das pusht Selbstheilungskräfte, Kreislauf und Abwehrzellen. Ein Salzpeeling hat einen ähnlich starken Effekt. Plus: Es durchfeuchtet und durchblutet die Haut, was sie straffer und praller erscheinen lässt.

Zwetschkenkuchen naschen
Jetzt heißt es: Finger weg von Diäten! Bei Frauen mit starken Gewichtsschwankungen fand man 30 Prozent weniger Abwehrzellen. Lieber auf ausgewogene und vitaminreiche Ernährung (Vitaminplan Seite 8) achten. Top: Beeren enthalten viele sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane und Ellagsäure, die Infekte erfolgreich hemmen können. Zwetschken enthalten diese ebenfalls – auch im selbst gebackenen Zwetschkenfleck.

Herzhaft lachen
Täglich lachen – so oft es nur irgendwie geht! Das relaxt nicht nur, sondern erhöht den Antikörperspiegel im Blut nachweislich bis zu zwölf Stunden.

Nur nicht aufregen
US-Wissenschafter haben festgestellt, dass neben physischen Komponenten auch Persönlichkeitszüge Einfluss auf das Immunsystem haben. Neurotische Menschen (launisch, nervös) leiden mehr unter Krankheiten als andere. Es zeigte sich, dass bei Neurotikern die Antikörperrate geringer war als bei den anderen. Was hilft: Baldriantee trinken oder Lavendelöl ins Badewasser geben. Das beruhigt.

Qigong-Power
Stabilisiert den Energiehaushalt: Hüftbreit hinstellen, Knie leicht beugen. Ellenbogen und Handgelenke leicht anwinkeln, Handflächen nach unten. Jetzt Arme seitlich nach oben führen. Ab Schulterhöhe Handflächen nach oben drehen, Arme weiter heben, bis sich die Hände über dem Kopf treffen. Dabei einatmen, sich vorstellen, wie man Energie sammelt. Beim Ausatmen die aneinandergelegten Hände erst vor die Brust, dann zur Ausgangsposition bringen. 1–2x tägl.

Stark durch Atmen
Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin braucht eine starke Abwehr ein starkes Qi (Lebensenergie). Aufrecht hinsetzen, langsam einatmen – vom Unterbauch hoch bis zum Schlüsselbein. Danach die Luft fließend ausströmen lassen, bis die Lungen ganz leer sind. Täglich 5 Minuten üben, irgendwann wird es zur Routine.