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Stärkung des Immunsystems

Fit durch die kalte Jahreszeit: WOMAN verrät die wichtigsten Tipps für die tägliche Hygiene und zu pflanzlichen Mitteln zur Stärkung des Immunsystems.


Stärkung des Immunsystems
© Corbis

Mit dem Winter ist jetzt auch wieder die Hochsaison für Erkältungen (grippale Infekte) und Grippe (Influenza) ins Land gezogen. Husten , Halsschmerzen und Schnupfen machen in der kalten Jahreszeit vielen Menschen zu schaffen. Durchschnittlich zwei- bis fünfmal pro Jahr ist jeder Erwachsene von einem grippalen Infekt betroffen, Kinder aufgrund ihres erst mit zehn Jahren ausgereiften Immunsystems sogar bis zu zwölfmal.

Selbstmedikation auf dem Vormarsch

Der "verkühlte" Österreicher behandelt sich in erster Linie selbst mit Hausmitteln wie Kräutertees oder Wadenwickeln. Je nach Symptomatik nehmen nur 10 bis 30 Prozent der Österreicher ein ärztlich verordnetes Medikament.

Die diesjährige Studie des "European Hygiene Council" brachte allerdings mangelhaftes Wissen der Österreicher über die Ansteckungsgefahr viraler Infekte zutage. So glauben fast 23 Prozent, dass ein Influenza-Virus im Haushalt nur eine knappe Stunde überleben kann. Und nur knappe 56,5 Prozent wäscht sich öfter die Hände, wenn sie erkältet oder an Grippe erkrankt sind.

Hygiene-Tipps für die Grippe- und Erkältungszeit

Da die mehr als 200 verschiedenen Grippe-Viren über Husten, Niesen, aber auch durch einen simplen Händedruck (Schmierinfektion) übertragen werden können, sind ein paar Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen unterlässlich:

• Gippeviren können bis zu zwei Tage auf Oberflächen überleben. Ist jemand im Umfeld erkrankt, sollte man am besten jene Flächen, die häufig in Gebrauch sind (z.B.: Türklinken, Tastaturen, Telefone usw.) desinfizieren.

• Husten und Niesen: Unbedingt beim Husten Abstand zu anderen Personen halten und in den Ärmel, nicht in die Hand, husten. Gebrauche Taschentücher sofort entsorgen.

• Die Hände mit Seife und Wasser oder mit einem auf Alkohol basierenden Desinfektionsmittel reinigen. Vor allem, nachdem man Taschentücher benutzt oder in die Hände geniest/geschnupft hat.

• Bei Erkältungen ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, am besten Wasser und ungesüßte Tees.

• Richtig auskurieren: mit fieberhafter Erkältung oder Grippe nicht in die Arbeit gehen. Nicht nur, um wieder gesund zu werden, sondern auch, um die Verbreitung der Viren auf andere zu vermeiden.

• Die Impfung gegen die saisonale Influenza wird vom Gesundheitsministerium insbesondere für empfohlen für Kinder und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bzw. chronischer Grunderkrankung.

So bringt man die Abwehrkräfte auf Touren

Häufige Erkältungen gehen praktisch immer auf ein geschwächtes Immunsystem zurück. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) spricht in diesem Zusammenhang zusätzlich von einer Attacke "äußerer Kälte" – sinnigerweise steckt ja auch im Begriff "Erkältung" schon das Wort "Kälte". Für ein schlagkräftiges Immunsystem kann man schon mit einfachen Hausmitteln und sanft wirkenden Heilpflanzen eine ganze Menge tun.

• Hühnersuppe gilt als Wunderwaffe gegen und zur Vorbeugung von Erkältungen. Denn sie wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern enthält auch viele wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe (z.B.: Vitamine B1, B6, B12, Eisen und Zink), die das Immunsystm stärken. TCM-Mediziner raten jedoch davon ab, die Hühnersuppe zu sich zu nehmen, wenn die Erkältung bereits voll ausgebrochen ist. Denn nicht nur der Mensch, sondern auch der krankmachende Keim werde durch die Hühnersuppe gestärkt.

• Salbei, Thymian, Eibischwurzel, Spitzwegerich oder Primel werden seit Jahrhunderten bei Halskratzen, Heiserkeit, Schnupfen oder Husten eingesetzt. Als Tee aufgegoßen, kann Salbei getrunken und zum Gurgeln verwendet werden. Die heilenden Schleimstoffe der Eibischwurzel helfen als Eibischteig gelutscht oder als Aufguß bei wundem Hals.

• Schmerzen im Hals lassen sich auch durch das Gurgeln von Salzwasser rasch lindern, da das Salz keimtötend wirkt. Bei Schnupfen helfen Nasenspülungen mit Salzwasser. Auch durch das Inhalieren mit heißem (70 Grad) Salzwasser, Kamillen- oder Salbeisud lässt sich die Nase frei bekommen.