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Schwer verletzte Frau in Wien: "Helfer" war Täter

Warum er die Frau am 30. Dezember lebensgefährlich am Kopf und im Gesicht verletzt hat? Aus Frust über Zurückweisungen, nachdem er mehrere Frauen mit dem Fahrrad verfolgt hatte.

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Schwer verletzte Frau in Wien: "Helfer" war Täter
© iStock/gruizza

Seit Tagen wurde über jene 25-jährige Frau berichtet, die am Sonntag in Margareten blutüberströmt mit lebensgefährlichen Verletzungen am Gehsteig aufgefunden worden. In den Medienberichten hieß es, die Frau sei mit "erheblicher Brutalität" am Kopf und im Gesicht verletzt worden. Das Landeskriminalamt bat um Hinweise, da bis vor kurzem völlig unklar war, was eigentlich passiert war. Jetzt hat die Polizei den Fall geklärt und es ist mehr als erschreckend: Jener Mann, der sich zuerst sogar als "Helfer" ausgegeben hatte, war selbst der Täter. Sein Motiv? Frust über die Zurückweisung durch Frauen, die er vorher mit dem Fahrrad verfolgt hatte.

Laut Presseaussendung der Landespolizeidirektion Wien hatte sich der Mann noch bevor die Polizei am Tatort eintraf, entfernt und kam später wieder dorthin zurück. Es stellte sich heraus, dass beim Vorfall das Mobiltelefon und die Bankomatkarte der Frau gestohlen worden war. Kurze Zeit nach der Tat, wurde die Bankomatkarte des Opfers im unmittelbaren Nahbereich der Wohnung des 41-Jährigen mehrfach verwendet. Im Zuge einer Hausdurchsuchung konnten dann mehrere Beweismittel sichergestellt werden.

Mit Fahrrad mehrere Frauen verfolgt

Bei einer mehrstündigen Vernehmung zeigte sich der Mann laut Polizei geständig, die Tat begangen zu haben. Die unfassbare Aussage zum Motiv des Mannes: Er gab an, dass er seit rund einem Monat mehrere Frauen mit einem Fahrrad verfolgt hatte und sie eigentlich ansprechen wollte. Aus Frust über den "Misserfolg" verübte er am 30. Dezember 2018 die Tat. Das Opfer steht in keinem bekanntschaftlichem Verhältnis zum Täter. Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Mitte überprüft derzeit, ob dem Mann weitere Fälle zuzuordnen sind. Der Beschuldigte (österreichischer Staatsbürger) befindet sich in Haft, so die Wiener Polizei weiter.